N´Abend Violeta,
erstmal gratulier ich Dir zu Deinem Entschluss rauchfrei werden zu wollen! Ich denke, Du wirst die Entscheidung nicht bereuen, freue dich auf die positiven Veränderungen, die auf Dich zukommen.
Violeta, grundsätzlich ist jeder Tag sehr gut geeignet um Auszusteigen. Die Erfolgschanchen um zu dauerhafter Abstinenz zu gelangen, sind definitv bei allen Tagen gleich. Also, mach Dich nicht verrückt und besinne dich auf deine Stärken.
Immerhin hast ja schon, während deines Klinikaufenthaltes bewiesen, dass du über eine längere Strecke rauchfrei bleiben kannst.
Da du wahrscheinlich an dem Tag schon, an deinen für dich niedrigsten tolerablen Nikotinspiegel angelangt warst, verwundert mich der Griff zur Zigarette nicht. Denke daran, Verführung ist die Schwester des Verlangens.
So gesehen, nimm den Vorfall, als Lerneinheit zum rauchfrei werden.
Reduktion der täglichen Zigarettenmenge wird normalerweise nicht gerne empfohlen, da Rituale beim Rauchen nicht durchbrochen werden. Immerhin besteht die Gefahr, dass die letzten verbliebenen Zigaretten "überhöht" werden und die psychische Loslösung von der Zigarette schwerer fallen kann. Nichtsdestotrotz gibt es genug Beispiele von Exrauchern, die es auf diesen Weg geschafft haben. Also, wenn es dein Weg ist, warum nicht.
Das du deinen Hausarzt mit ins Boot holst um eine Nikotin-Ersatztherapie zu besprechen, finde ich sehr gut.
Pflaster & Co. haben den Vorteil, dass der Nikotinspiegel im Körper nicht so steil nach unten fällt, sondern flacher absinkt, quasi ausgeschlichen wird. Somit hast nicht so arg mit Entzugserscheinungen zu kämpfen. Sondern, kannst dich auf die eigentliche Aufgabe, die Herbeiführung einer Verhaltensänderung, widmen. Von dem Blickwinkel aus betrachtet, sind Pflaster & Co. eine legitime Methode um auszusteigen.
Im Grunde hast ja schon damit angefangen dein Verhalten zu ändern, indem Du dein Rauchverhalten analysiert.
Was während deines Urlaubes passieren wird, kann natürlich keiner voraussehen. Aber NET sofern richtig dosiert, sollte dich dabei unterstützen rauchfrei zu bleiben. Wobei grundsätzlich gesagt werden kann, in der ersten Phase des Entzuges Alkohol und "Verführungen" durch rauchende Mitmenschen zu meiden. Somit wärs sogar ein Vorteil eher zu beginnen, als immer wieder hinauszuschieben.
Wie Du siehst, ich habe es geschafft. Also schaffst Du es auch.
Freu mich wenn ich was von Dir zu lesen bekomme.
lg
christian