Hallo Julia,
die Vernunftstimme in Dir sieht alles genau so, wie es effektiv ist: Rauchen löst keine Probleme, schadet der Gesundheit etc.
Die andere Stimme in Deinem Kopf ist vielleicht nach wie vor die Sucht, die Dich zurückhaben will.
"Es hat Dir doch gar nicht geschadet...ohne Zigaretten hast Du ja sowieso keinen Spass...Du kannst Stress nur mit Zigaretten bewältigen..." solche Sätze kenne ich auch.
Meine "Suchtstimme" zumindest ist unheimlich geschickt, sie argumentiert schlüssig und treffend, versucht zu verhandeln, und wenn das nicht hilft, schmeichelt und bettelt sie oder lügt, dass sich die Balken biegen.
Das einzige , was hilft, ist, diese Stimme zu ignorieren, und zwar vollständig.
Es gibt mit ihr nichts zu verhandeln, und was immer sie uns einflüstern will, es ist garantiert falsch, egal wie schlüssig und treffend sie es formuliert.
Ein Beispiel: Du hast Angst, dass Du für immer etwas mies drauf sein wirst, dass Du für immer eine Leere spürst, dass das Nichtrauchen Dir eigentlich gar keine Befreiung bringt etc. etc.
Auch diese kleine Miesmacherstimme könnte in Wahrheit die Sucht sein.
Bei mir ist sie das zumindest.
Denn meine Vernunftstimme sagt mir klar und deutlich, dass diese Befürchtungen haltlos sind.
Dass das bisschen schlechte Laune völlig normal ist und sogar auf irgendeinen nachweisbaren Vorgang im Körper zurückzuführen sind. Und dass Nichtmehrraucher ein, zwei Jahre nach dem Rauchstopp keine Leere mehr spüren, sondern nichts als reine Freude und Erleichterung, wie wir ja auch täglich im Forum mitbekommen.