Hallo Anna,
früher war der Ausdruck "sich das Rauchen abgewöhnen" der gängige. War auch nicht falsch. Es sind 2 Dinge, die beim Ausstieg zu überwinden sind. Erstens das starke Rauchverlangen und zweitens die Gewohnheiten. Wenn man wie wir lange geraucht hat, hat uns dies bei vielen Tätigkeiten begleitet. Das hat sich sehr tief eingeprägt und kommt auch aus dem Unterbewusstsein hoch. Z. B.: bevor ich in die Bahn einsteige, rauch ich noch schnell. Tue ich das nicht, habe ich das Gefühl, dass etwas fehlt. Mir haben die gerauchten Arbeitspausen sehr gefehlt. Da habe ich so drauf reagiert, dass ich die gemacht habe. Mit Durchatmen im Freien aber ohne Nikotin. Und selbst nach bald 7 Jahren blitzt bei mir manchmal noch der Gedanke hoch, dass ich nun mal rauchen könnte. Aber nun tue ich es lächelnd mit dem Gedanken "was für ein Blödsinn" ab. Ich bringe das nicht mit meiner Lebenseinstellung in Verbindung. Ich könnte es vielleicht Nostalgie nennen. Die Gewohnheiten aus dem Kopf zu bekommen, braucht Geduld, Geduld und Geduld.
Viele Grüße :)