Als ich am 22.06.2024 wieder anfing mit dem Rauchen, war mir schon klar, dass ich auch wieder aufhören werde. Zu gut hat mir das Nichtmehrraucherleben gefallen. Es hat länger gebraucht als ich tatsächlich gedacht hatte, um einen neuen Start zu wagen! Das übliche eben: Viel Stress, keine Energie, wirkliche Angst davor, ohne Kippe nicht mehr zu funktionieren - wenn ich aufhören würde... blablabla. Achim halt! (Wer Achim nicht kennt: Achim ist der Anteil in mir, der ständig nach Nilotinnachschub quängelt.)
In den vergangenen Tagen erinnerte ich mich, wie das damals war, als ich das erste Mal erfolgreich aufgehört habe. Ich fühlte dies tatsächlich richtiggehend!!! Mein Selbstbetrug, und die Erkenntnis über meine tatsächliche Problemverschiebung auf die Sucht, wich plötzlich einem neuen Bewusstsein. So erlebe ich es im Jetzt. Aus diesem Bewussstsein heraus schöpfe ich jetzt Energie für Neues, für Kreatives, für Veränderung, die sich aus dem Innen heraus auch im Aussen zeigt und dort so immens (schon damals) wirksam wurde. Gerade die vielen positiven Veränderungen im Aussen waren ein Turbo für ein waches, unvernebeltes Wahrnehmen - und reagieren - gerade auch in schwierigen Situationen. Ganz ohne Nico und Co!!!
Das Rauchen hat mir so gar nicht geholfen. In keiner Situation. Ob schwierig oder nur zum Genuss - nichts wurde irgendwie besser oder schöner. Im Gegenteil: Das Rauchen raubte mir etwas, dass mir sehr wichtig ist: Die Kontrolle über mich selbst. Der inneren Unterwerfung nach dem Wiedereinstieg ins Rauchen fügte sich auch mein Aktionismuss. Und: Meine Authentizität wurde immer mehr angeknabbert.
Jetzt tut es mir weh, so angeknabbert durch die Welt zu laufen! Und meine ohnehin sehr hohe Leidensfähigkeit hat auch keinen Bock mehr drauf. Ich will raus aus dieser Fremdbebstimmung und frei sein. Und dieses Mal für immer!