[quote=Nada]Bin Mitte 50, habe das Rauchen zu Studienzeiten begonnen und wie wahrscheinlich die meisten erstmal „erlernt“ - weil ich Raucherin werden wollte ?[/quote]
Liebe Nada,
interessant, auch ich begann das Rauchen zu Studienzeiten. Raucherin werden wollte ich nicht. Ich weiß noch genau, wie es anfing: Ich saß alleine in meinem Zimmer und kam mit einer Hausarbeit nicht weiter. Da hatte ich den Impuls, zu einem Zigarettenautomaten zu gehen und mir eine Schachtel Mentholzigaretten zu kaufen, um diese Zeit des Nichtstun zu überbrücken. Verrückt, denn mit Zigaretten hatte ich davor nichts am Hut.
Wie du hatte ich auch seit meiner Jugend mit Depressionen zu tun. Und das macht einen wahrscheinlich auch anfällig für Süchte aller Art.
Morgen werde ich drei Jahre rauchfrei sein. Ich habe zum Schluss sehr viel geraucht und hatte manchmal Schmerzen in der Brust. Die sind verschwunden und ein Besuch bei der Lungenärztin, 3 Monate nachdem ich mit dem Rauchen aufgehört hatte, ergab auch keine bleibenden Schäden.
Als ich aufhörte, war ich bereits 60plus und habe mich die ersten vier Monaten mit Nikotinkaugummi, Nikotinlutschpastillen und manchmal einem Nikotinspray unterstützt.
Inzwischen bin ich in Altersrente und spüre die Ersparnis, obwohl das nicht das wichtigste Motiv für mich war.
Ich bin froh, dass ich den Absprung geschafft habe. Ich fühle mich besser, weil ich die Sucht nicht mehr brauche, um mich zu betäuben oder hinter einem Rauchvorhang zu verstecken. Ich bin kein neuer Mensch geworden, aber mein Selbstwertgefühl ist besser geworden.
Mit diesem besseren Selbstwertgefühl traue ich mich manchmal, Dinge zu tun, die ich mich vorher nicht getraut habe. Und ich kann Gefühle, die ich vorher weggeraucht habe, einfach aushalten.
Ich wünsche dir alles Gute!
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