Ei Gude, Du gute Durchhalteangelika,
ich erwidere hier heute endlich sehr gerne Deine Besuche bei mir.
Möchte heute kurz auf Deinen Eingangsbeitrag vom, man höre und staune, 05.02.2014 eingehen. Das ist nun schon über 4 Jahre her. Und Du bist immer noch aktiv. Ganz großes Lob.
Das Lob jedoch nicht nur an Dich, sondern alle Mitglieder der Community. Ihr seid alle sehr aktiv für 1 sehr gute Sache. Sehr vielen Dank.
Du fandest mich neulich sehr motiviert. Das stimmt und es ist immer noch so, endlich mal.
Der von Dir 2014 gewählte Titel strotzt jedoch auch nur so von Motivation und Selbstvertrauen. Diese beiden (Eigenschaften???) Dinge in Megagröße zu haben, ist am Beginn des echten Nichtraucherlebens sehr von Vorteil und hilft sehr dabei dieses Nichtraucherleben gegen alle Anfechtungen durchzuhalten. Das Durchhalten ist für 1 leicht. Leider für andere erheblich schwerer. Und leider wird auch heute mindestens 1 erneut zur Ekelzigarette gegriffen und sie sich angezündet haben.
An alle, die durchhalten: Bitte weitermachen.
An die, die nicht durchhalten konnten: Macht Euch nicht selbst fertig. Ich kenne persönlich niemanden, der es beim 1. Anlauf geschafft hat, von der Sucht wegzukommen. Bleibt am Ball und startet abhängig von der persönlichen Motivation entweder gleich oder später, mit höherer Motivation, 1 Neustart in die Qualmfreiheit.
Du schreibst über Deine ersten Rauchversuche. Bei mir gab es 1 Ereignis am Anfang des Suchtlebens, das noch nicht zur Sucht führte, trotz seiner Ekligkeit jedoch später auch nicht davon abhielt.
Irgendwann, es muß im 11. oder 12. Lebensjahr gewesen sein, war mein ziemlich gleichalter Cousin bei uns zu Gast. Es war trocken, also Gelegenheit draußen etwas zu unternehmen. Welcher Teufel mich ritt und dazu antrieb, meinem Vater von seinem Zigarettenvorrat 1 Schachtel zu stehlen, weiß ich nicht, es geschah jedenfalls.
Wir, also Cousin und ich, in den naheliegenden Wald. In gebührendem Abstand zu den Wegen und Häusern und Gärten der Erwachsenen fanden wir dann 1 umgestürzten Baum. Durch dessen hoch aufragende Wurzeln und in der Kuhle, wo diese früher dem Baum Halt gaben, vor Blicken geschützt rauchten wir beide, quasi Kette, die ganze Schachtel "auf Backe" leer.
Ergebnis: Für 2 Leute Husten bis zum Erbrechen. Klasse. Die nächsten Tage haben wir gewiß nicht geraucht.
Leider, oder dankenswerterweise, vergessen Menschen schnell die schlechten Erlebnisse, und was der Mensch an schlechten Sachen nicht vergessen kann, das verdrängt er, mehr oder weniger erfolgreich.
Deshalb spricht auch jeder von der "Guten Alten Zeit". Ob mit Kriegen, ob ohne, ob mit oder ohne Not, in der Vergangenheit ist für jeden nur die" Gute Alte Zeit".
Und so waren wir gebrannte Kinder wenige Jahre später auch Nikotinsüchtige.
Möche noch kurz auf den Aspekt eingehen, daß Dir niemand nach all den gescheiterten Nichtrauchversuchen mehr glaubte, daß Du es schaffen könntest. Und du selbst aber, trotz alledem, den Glauben an Dich selbst nicht verloren hast.
Ich hätte mit dem Neustart bis zum Eintritt in die Regelaltersrente Zeit gehabt, wegen des dann erwartet stark absinkenden Einkommens. Dann wäre ich als Süchtiger wirtschaftlich am Ende gewesen. Es war jedoch immer mein Ziel, das Nichtraucherleben früher zu beginnen.
Ich hatte jedoch im Gegensatz zu Dir wohl nicht so ganz das richtige Zutrauen zu mir selbst, wenigstens nicht bei den letzten 3-4 gescheiterten Anläufen. Ich hatte mich zwar Anfang 2015-12 hier registriert und auch den Ratgeberteil der Seite genutzt. Habe aber nie den Mut gefunden, hier mitzuschreiben. Und auch bei diesem, nach wie vor unter sehr guten Vorzeichen stehenden Rauchausstieg, stieg ich in die Community erst ein, nachdem mir klar war, ich schaffe es.
Ich wollte mich nicht wieder vor anderen noch vor mir selbst blamieren, vor meinen alten sozialen Kontakten war ich längst ebenso unglaubwürdig in dieser Sache wie Du damals auch.
Nun, in diesem Sinne nochmals an alle anderen: Ich schaffe es, und wenn ich es schaffe, schafft Ihr es erst recht.
Alles wird gut.
LG und schönes WE, Matthias.