14.04.2014
22:06 Uhrbearbeitet:
14.04.2014
22:07 Uhr
Hallo Sabine, hallo Thomas, hallo Rest der Welt,
ich finde Sabines Denkanstoss gut. Sehr gut sogar. So gut, dass ich schon den ganzen Tag über dieses Thema nachdenke. Und vieles kommt mir in den Sinn, manches bleibt hängen, manches fällt ganz schnell wieder weg...
Deswegen werde ich das vermutlich alles gar nicht in einem Beitrag zusammen bekommen, deswegen erstmal ein paar Stichpunkte...
Der Grundgedanke ist dieser:
- hier schreiben wildfremde Leute einander, die alle das selbe Ziel haben: von dieser perfiden Sucht wegzukommen.
- einige dieser Leute haben sich als "Lotsen" qualifiziert, die müssten also ein spezielleres Wissen über Arten, Befindlichkeiten, Reaktionen, Methoden etc. des Rauchstopps haben sowie mit Menschen umgehen können.
Und dann fächert sich das ins nahezu Unendliche an Varianten auf...
- zu einigen Mitstreitern baue ich Sympathie auf, weil sie entweder a) genau die gleichen Problematiken beschreiben, die ich gerade habe, b) dazu passende Lösungsansätze bieten, die mir helfen, c) mir Informationen geben, die ich noch nicht hatte und interessant finde, d) einfach einen Schreibstil haben, der mich anspricht und/oder e) das Leben und vor allem sich selbst nicht immer so unglaublich wahnsinnig wichtig nehmen.
- ich selber habe eigentlich wenig Probleme, mich Leuten mitzuteilen, die ich grundsätzlich erstmal alle sympathisch finde. Mir haben am Anfang viele nette Menschen Tipps und Tricks verraten, um beim Entzug in die Gänge zu kommen. Lotsen waren da ausser einmal im "Ich bereite mich vor"-Forum nicht dabei. Nichtsdestotrotz habe ich in vielen anderen Threads wertvolle Informationen durch die Lotsen erhalten.
- ich mag nicht ständig nur Probleme wälzen, deswegen schreibe oder antworte ich auch gerne mal auf Alltäglichkeiten. Auch der "normale" Kontakt ausserhalb der Suchtproblembewältigung kann die Laune verbessern und auch so beim Durchhalten helfen.
- ich möchte Neuänkömmlingen gegenüber freundlich sein und gebe gerne die Tipps, die ich hier erhalten habe (und die sich als wirkungsvoll herausgestellt haben) weiter. Wenn ich allerdings gleich danach vom einem Lotsen indirekt abgewatscht werde, den Neuen mit "klugen" Tipps "zuzupflastern", senkt das die Hilfsbereitschaft meinerseits enorm und führt eher zu der Einstellung "sollen sie ihren Sch... doch alleine machen". Sachliche und faire Kritik immer gerne, aber eine gewissen Sozialkompetenz erwarte ich hier eigentlich von jedem, umso mehr, wenn sie/er eine Vorbild- und Hilfsfunktion haben sollte.
- zu Beginn meiner Entzugs"karriere" habe ich auch wie gebannt vor dem Forum gehangen. Es hilft in der Startphase ungemein, sich mitzuteilen und hier zu lesen. Mit der Zeit - und durch das eine oder andere Erlebnis hier - legt sich das aber ein wenig. Zumal ich auch nicht ständig Neues zu berichten habe. Bei grösseren Ereignissen hänge ich natürlich auch - wie ein großer Teil von Euch auch - gebannt am Bildschirm und harre, wie es weiter geht. Es ist keine Sucht nach dem Forum, es ist ein Sich-Mögen-und-schauen. Manchmal habe ich auch einfach keine Lust, dann muss die Welt noch einen Tag warten, um zu erfahren, wie es mir geht...
Soweit ein paar mehr oder minder geordnete Gedanken zu Deinem wichtigen Denkanstoß. Ich bin sicher, mir fällt noch mehr ein, aber im Moment bin ich einfach platt und habe Hunger...
Liebe Grüße,
der Stefan
Edit: da hat mich LT glatt zwischendurch überholt. Und wie immer eine Punktlandung hingelegt. Gratulation und Respekt!