Liebe Trulla,
vielen Dank für deinen Post bei mir. Habe mich gefreut wieder von dir zu lesen. Nachdem ich nun auch hier deinen aktuellen Post gelesen habe müsste ich dich eigentlich übers Knie legen (keine Sorge, geht ja virtuell leider nicht). Du bist weder klein noch dumm! Sowas darfst du nicht von dir denken.
Bei dir habe ich zweierlei Gefühl. Mitleid und Bewunderung. Mitleid, weil du jemand bist, dem ich den Absprung so sehr wünschen und gönnen würde. Man spürt was das Rauchen für ein riesiges Thema bei dir ist und wie sehr du mit dir kämpfst. Da ist der Übergang vom Mitleid zur Bewunderung. Du kämpfst und gibst auch nicht einfach auf. Ja, du bist rückfällig geworden, du hast dem Rauchen wieder nachgegeben, aber du bist noch hier und du bist auch nicht von dem festen Wunsch es aufzugeben abgegekommen. Eigentlich ist die Zigarette dein größter Feind, darüber bist du dir auch 100% im Klaren, aber andererseits ist sie deine Seelenverwandte. Es ist eine Hassliebe zwischen euch. Irgendwie füllt die Zigarette eine Lücke, so kommts mir vor. Sie ersetzt dir etwas. Aber sie ist ein ganz, ganz schlechter Ersatz, das weißt du. Ich will hier nicht Psychologin spielen, ich möchte dir nur sagen, wie Trulla bei mir ankommt. Mein Eindruck ist, dass du garkeine Angst vor dem Aufhören hast, sondern vor der Leere, vor dem Scheitern, vor dir selbst (du hälst dich ja für klein und dumm), davor, keinen "Ersatz" für dieses Gift zu finden. Ich glaube du fühlst dich einsam ohne Zigarette. Diese Ängste habe/hatte ich auch. Was machen wir nun aus diesem Dilemma? Es gibt doch nur die 2 Möglichkeiten. Weiterrauchen und mit den Konsequenzen leben oder den Ängsten ins Auge sehen und sie bekämpfen, denn Angst ist der schlechteste Begleiter.
Liebe Trulla, mach dir nicht so einen Druck, letztlich ist unser Schicksal sowieso geschrieben. Ich :smileumarmung: dich ganz fest.