Hallo Serpil, :)
ich hatte diese verzweifelten Phasen viel länger, deshalb kann ich dich so gut verstehen.
Mein Ausstieg war zu diesem Zeitpunkt nicht geplant, ich hatte mich nicht vorbereitet und Hilfsmittel habe ich auch nicht genommen. Dafür rauchen in meiner Familie alle, das macht die Sache nicht leichter.
Ich war oft verzweifelt und habe um jede nicht gerauchte Zigarette getrauert. Als ich hier im Forum gelandet bin, da habe ich den ganzen Tag gelesen. Ich habe am PC nie geraucht, deshalb hat mir die Zigarette auch nicht gefehlt. Außerdem war es für mich ein Trost, dass nicht nur ich zu kämpfen hatte. Irgendwann habe ich dann auch Allen Carr gelesen, leichter fiel es mir trotzdem nicht.
Wir hatten Stress, meine Tochter musste bei dem Stress erst mal rauchen und mir standen echt die Tränen in den Augen. Meine Tochter meinte dann, es ist alles nur eine Kopfsache. Ich sollte einfach nur versuchen, die Zigaretten aus meinem Kopf zu bekommen. Leichter gesagt als getan. Ich habe mir dann die Ratschläge von AC zu Herzen genommen und versucht, nur die positiven Seiten des Nichtmehrrauchens zu sehen. Es war nicht leicht, aber es hat geholfen. Ich habe mir auch angewöhnt, mehrmals tief ein- und auszuatmen und danach Wasser zu trinken. Es ist ganz einfach und hat mir trotzdem geholfen.
Ich habe ein Lungenemphysem im Anfangsstadium und bin froh, dass es mir gut geht. Ich habe den Absprung noch rechtzeitig geschafft, auch mit Hilfe des Forums.
Versuch einfach auch, die positiven Seiten des Nichtmehrrauchens zu sehen. Halte dir immer vor Augen, was du gewinnst - verlieren tust du nichts.
Wenn es nicht geht, vielleicht kann dir auch ein Profi vom Beratungstelefon helfen, ich wünsche es dir sehr. Du hast schon zwei Wochen geschafft, das ist eine enorme Leistung. Für mich gibt es beim Ausstieg auch kein falsch oder richtig, es läuft halt bei jedem unterschiedlich.
Glaub an dich, du schaffst es.
Liebe Grüße Renate