[size=1]Hallo Ihr Lieben,
ich kann nicht anders:oops: und kopiere den
sehr lesenswerten Beitrag in meinem Zimmer:oops:
Da finde ich den besser:oops:[/size]:
[color=blue] " Hallo Steffi,
ich hab deinen Hilferuf bei Lydia gelesen. Glaub mir, gerade in deiner Phase haben wir beide, Lydia und ich, nochmal tüchtig gelitten und gejammert. Es war noch einmal so eine Phase, in der uns die Sucht vermitteln wollte: Vergiss es, das geht nie vorbei. Und das stimmt so überhaupt nicht, es ist gerade schon so gut wie vorbei.
Ich hab mir deinen Thread gerade durchgelesen - mir hat das immer gefallen, wenn jemand etwas ausführlicher schreibt, insofern hab ich es sehr gerne gelesen. Du hast vor ein paar Tagen geschrieben, die Schmacht sei gar nicht mehr so sehr das Problem, sondern "irgendso ein komisches "hier ist eine riesige Leere und Sinnlosigkeits"-Gefühl".
Markus aka Rumo hat mal einen eigenen Thread zu dem Thema eröffnet, ob es anderen auch so geht. Und die Antwort ist ganz klar: Ja, es geht anderen auch so. Du beschreibst das echt super - dieses Leere- und Sinnlosigkeitsgefühl, das ist echt noch einmal eine ganz starke Waffe der Sucht.
Es ist vollkommen absurd, wenn man es sich durchdenkt. Der entscheidende Unterschied zwischen vorher und jetzt ist eigentlich nur, dass ein Ziel vorher klar war. Suchtbeschaffung und Suchtbefriedigung nämlich. Nicht sehr hehre Ziele also.
Und jetzt, wenn diese Ziele weg sind - hoppala, wofür eigentlich das ganze?
Das kann es echt nicht sein, oder?
Eines ist ganz wichtig, Steffi. Alles, was in dieser Phase an negativen Gefühlen da ist - schieb sie zuallererst mal auf die Sucht, die über fünf Ecken versucht, wieder in dein Leben reinzukommen. Für mich waren die Erkennungsmerkmale der suchtinszenierten Dramen die kleinen Wörtchen "immer" und "nie wieder" - z. B. "ab jetzt ist es immer bescheuert", "es wird nie wieder so leicht wie es früher war".
Das stimmt alles überhaupt nicht. Du hast es so gut wie geschafft. Die Sucht ist schon sehr, sehr geschwächt. Die stärkste Waffe, die sie hat, ist, dass sie deine geheimsten Sorgen und Ängste kennt. Und sie wird ihr Wissen erbarmungslos gegen dich einsetzen.
Wenn sie dir ein Drama präsentiert, in dem deine Sorgen und Ängste perfekt eingebaut sind, dann frage dich: Und da soll eine Sucht tatsächlich etwas besser machen?
Versuche, deine Codeworte der Sucht herauszufinden. Und, am allerbesten: Lach über sie, wenn sie es dann versucht, dich kleinzukriegen.
Denn: Du schaffst das. Lass dir nichts anderes einreden.
Liebe Grüße, Martin icon_smile.gif "
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Liebe Grüße aus Essen
Manfred