Hi leocardia,
bin etwas spät dran, heute. Sorry-befinde mich nämlich im Uurlaub (zu Hause). Mein derzeit liebstes Hobby? Wat länger schlafen... :P
"In den ersten Tagen und Wochen nach dem Rauchausstieg hat mich Alkohol in geselliger Runde großartig unterstützt und meinen Willen noch weiter gefestigt."
Bisher zumindest habe ich noch keinen Menschen kennen lernen dürfen, der von solch einer Erfahrung berichtet hat.
Du hast sehr offen von deinen Erfahrungen mit dem Rauchausstieg und der Rückfälligkeit berichtet. Du beschriebst, von der "Party-Raucherin" - so alle 14 Tage - zur täglichen Raucherin geworden zu sein. Daß du, leocardia, offen und ehrlich zu dir selbst, mit deinem Rauchverhalten umgehst, halte ich persönlich für den allerwichtigsten Schritt auf dem Weg in die Rauchfreiheit.
Wie wichtig es für dich ist, rauchfrei zu leben, habe ich klar verstanden. Du begibst dich auf einen Weg, der noch so manche Herausforderung für dich bereit hält. Dessen bist du dir sicher bewusst.
In einem sind sich alle Suchtexperten einig:
Die Nikotinabhängigkeit ist wegen verschiedener Parameter stärker einzuordnen, als beispielsweise die Alkohol-, Heroin-, oder Kokainsucht. Du, meine Liebe, bist von einer Substanz abhängig, die weltweit jährlich mehr Todesopfer fordert, als alle drei anderen zusammengerechnet. Die von dir genutzte Vokabel "Unfug" hat in diesem Zusammenhang nichts, aber auch gar nichts zu suchen!
Wie du beschreibst, wehrt sich dein Organismus bereits vehement gegen das Rauchen. Solange du weiterrauchst, werden diese Symptome dich weiter begleiten. Vielleicht zwischenzeitlich auch mal "nur" in abgeschwächter Form, um dann mit voller Kraft zurückzukehren.
In deinem Leben bist du der wichtigste Mensch, das gilt gerade und erst recht während deines Projektes
"ICH-WERDE-RAUCHFREI". Gerade in der ersten Zeit können Körper, Seele und Geist in eine Art Ausnahmezustand geraten und an deinem festen Willen rütteln. Ein Glas, nur ein einziges Glas Alkohol kann diesen Willen so dermaßen aufweichen, dass deine guten Vorsätze dahinschmelzen, wie ein Stück Butter unter chinesischer (?) Sonne.
Um es auf den Punkt zu bringen: Finger weg vom Alkohol. Du stellst dir damit nur selbst ein Bein.
Die nächste Party kommt bestimmt. Dein Leben würde nicht weniger lebenswert sein, wenn du auf die anstehende Betriebsfeier erstmal verzichtest.
Findest du nicht?
Alles liebe für dich und eine weise Entscheidung
wünscht dir
Meikel