Uh, das ist gar nicht so einfach zu erklären.
Ich hab halt vor nun schon über 11 Jahren einen kalten Entzug von gewissen chemischen Substanzen gemacht, das war richtig hart. Damals hab ich gelernt, mit meiner Sucht (oder meinem ES) zu reden, so wie eben in dem kleinen Dialog weiter vorn. Als wäre es ein guter, aber mir nicht gut tuender Freund, der mich zu allem Möglichen überreden will.
Der Vergleich trifft es ziemlich gut, ich hab auch noch diverse andere autoaggressive Verhaltensweisen durch, die alle irgendwie in die gleiche Kerbe gehauen haben, und die ich alle auf die gleiche Weise besiegt habe. Ein Konzept oder so hab ich dafür nicht, weil ich auch nie eine richtige Therapie gemacht habe. Ich kann nur sagen, dass ich seit damals immer, immer, immer auf mich aufpassen muss, um keine alten Verhaltensweisen wieder zuzulassen oder neue Süchte zu entwickeln. Ich schaffe es echt von allem abhängig zu werden, wenn ich mich nicht im Zaum halte. Und es hilft mir immer wieder, mein Tun zu hinterfragen und mit mir selbst in den Dialog zu gehen :)
Trotz allem hab ich das Gefühl, das Nichtrauchen zu lernen ist die schwierigste von all diesen Challenges, vor allem weil ich die Zigaretten immer noch so als letzte Möglichkeit hatte um mich von anderen Sachen abzuhalten... ;)