Mein liebes kleines armes Butterblümchen,
ich würde dir so gerne helfen! Dank Dir bin ich jetzt seit 10 Tagen" rauchfrei". Ich gebe aber ganz offen zu, dass ich auch nicht einfach nur so - schnipp - aufhöre: ich bin bereit, jegwelche Hilfsmittel zu benutzen und kann nicht die grosse Heldin zu spielen, die so einfach aufhört, dann alle Entzugserscheinungen heroisch hinnimmt, Rohkost kaut und dann klappts schon.
Nee, so einfach ist es nicht, ich kenn mich doch. Da mein Mann ja noch raucht (auch wenn er sich unheimlich zusammenreisst) wäre es für mich einfach zu hart, so einfach gar nichts zu haben. Das muss bei mir schon freiwillig sein. Also habe ich die elektrische Zigarette als Notnagel da. Die hat mir immerhin so weit geholfen, dass ich seit 10 Tagen keine "echte" mehr angefasst habe und mir das inzwischen auch gar nicht mehr vorstellen kann.
Jetzt bin ich aber auch nicht zufrieden, denn ich brüste mich mit "10 Tagen rauchfrei" und zieh mir auf der anderen Seite das Nikotin rein. Das ist ja nicht logisch und führt auf die Dauer zu nichts. Aber mir hilfts. Dank der "E" konnte ich meine Verhaltensweisen ganz spielerisch ändern, also die ganzen Gewohnheiten umstellen, wie z.B. morgens oder auf der Terrasse oder in der Arbeit bei bestimmten Situationen etc.. Ich hatte aber dabei nie diese Panik "Das war jetzt die letzte, und dann nie wieder..." Ein Ersatz war ja da.
Da die "E" aber nie ein vollwertiger Ersatz sein kann (dafür war ich wirklich zu gerne "echte" Raucherin), fange ich jetzt, an, nikotinloses Mittel schleichend dazuzufüllen. So hoffe ich, mir den Nikotin auch noch abzugewöhnen. Ich denke, das ist machbar. Und dann hab ich ja noch meinen Hypnose-Termin am 20. Mai. Wenn der dann auch noch nicht reicht, versuche ich Akupunktur, ich hab auch ein Nikotinspray, das ich allerdings immer noch nicht aufgemacht habe.
Eines kann ich dir aber sagen: Heute vor einer Woche hatte ich einen ganz argen Durchhänger und nachdem sich mein Leben seit dem 29. März ausschliesslich ums Rauchenaufhören dreht, und ich wirklich an gar nichts anderes mehr denken konnte, hatte ich wirklich die Schnauze voll von der ganzen Aufhörerei.
Es wird aber tatsächlich besser!!!!! Ich konnte es kaum glauben. Heute in der Arbeit habe ich zeitweise nicht mehr dran gedacht! Und diese Momente werden immer öfter und länger.
Ich hab dir ja schon mal angeboten, dir zu erzählen, wie es mir bei meinem Rauchentzug während meiner ersten Schwangerschaft erging. Also da war ich dann so tief unten, dass ich meine Aschenbecher, die ja noch auf dem Balkon rumstanden, nach alten Kippen abgesucht habe, und wenn noch ein Millimeter Rauchbares dran war, hab ich mir das dann reingezogen. Brrrrrrrrrr. Aber du siehst, du brauchst dich wirklich nicht zu verstecken oder zu schämen. Ich hab noch viel schlimmeres auf Lager, was ich mir wegen "einer Zigarette" geleistet habe. Das kann ich gar nicht öffentlich schreiben.
Also zieh dich nicht so runter, bitte bitte. Und quäl dich nicht so. Es gibt auch für dich eine Methode. Du findest sie schon. Schau mich an. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass das klappt, und es geht doch. Kopf hoch, Mädchen