Hi Claudia,
weißt, ich denke, nicht jedem Aufhörer ist der Weg vorgezeichnet, die letzte Zigarette zu rauchen und dann damit durch zu sein. Sich ohne weitere Zwischenstopps durch den Entzug zu kämpfen und fertig. Manch einer stolpert halt, fällt hin, steht auf, geht weiter, fällt mal wieder zurück für ein paar Züge, ärgert sich, fühlt sich schlecht - hört aber immer noch auf. Bei diesen Aufhörern werden dann die Abstände zwischen den Ausrutschern immer länger, die Ausrutscher immer seltener, bis der Aufhörer schließlich stabil in der Entwöhnung angekommen ist. Hilft Dir diese Denkweise eventuell dabei, den Weg weiterzugehen und Dich nicht zu sehr über Deinen Ausrutscher zu ärgern?
Immerhin weißt Du jetzt, daß Rauchen eigentlich widerlich ist, nichts, was dem Körper gefällt. Der eine Tag Abstinenz hat gereicht, um Dir und Deinem Körper das klarzumachen. Wenn der nächste Schmachter kommt, kannst Du die Erinnerung herauskramen und Dich fragen, ob es das wert ist. Die Übelkeit, das Sodbrennen, der Mief... Eigentlich nicht oder?
Und so wie Du es jetzt gemacht hast, ist es genau richtig: Wieder aufstehen, das Kröchen geraderücken und weitergehen. Das hast Du wirklich gut gemacht Claudia. Siehst Du, so geht aufhören auch: Fallen, lernen - und nicht wieder drauf reinfallen. Du wirst das schon machen.
Probiere unter all den Tipps aus, was Dir gut tut, womit Du arbeiten kannst. Ist sicher was dabei, was es Dir erleichtert. Ich wünsche Dir morgen viel Erfolg, laß von Dir hören! Liebe Grüße sendet Dir
Lydia