Hallo Anja,
auch von mir ein herzliches Willkommen. Zu Deinem Entschluß und dem bereits erfolgten Ausstieg herzlichen Glückwunsch! Es war die richtige Entscheidung.
Entzugserscheinungen bleiben leider nicht aus - diese können zwar mannigfaltig sein, aber im großen und ganzen geht es nicht ohne. Das heißt aber nicht, daß Du jetzt wochenlang nonstop toujours unter Entzugserscheinungen körperlicher (diese sind sowieso nach kürzerer Zeit ausgestanden, wie Du ja schon gelesen hast) oder psychischer Natur zu leiden haben wirst. Klar dauert der Entzug eine Zeitlang, aber diese Zeit ist nicht durchwegs nur schwer. Es wird bereits vor Abschluß der Entwöhnung schon mal Pausen von den Erscheinungen geben, in denen Du einen Vorgeschmack auf die Freiheit genießen darfst, die Dir schließlich irgendwann bleibt. Also vor wochenlangen Entzugserscheinungen Angst haben brauchst Du nicht!
Die Idee, Dir das Startset zu bestellen, kann ich nur bekräftigen. Es bietet Dir Hilfe beim Aussitzen der Entwöhnung und wertvolle Infos. Du kannst es hier bestellen:
http://www.bzga.de/infomaterialien/foerderung-des-nichtrauchens/rauchfrei-startpaket/
Mit den A-Tipps kannst Du Dir gegen Rauchverlangen behelfen, schau mal hier kannst Du Dich genauer informieren:
http://www.rauchfrei-info.de/aufhoeren/tipps-fuer-ihren-rauchstopp/tipps-bei-verlangensattacken/
Gegen all Deine Entzugserscheinungen kannst Du mit Bewegung an der frischen Luft angehen. Es hält den Kreislauf in Schuß, wirkt schlaffördernd, harmonisierend, ablenkend, kannst Dich abreagieren, also das ist so eine Maßnahme, die Du in jedem Fall durchziehen kannst. Läufst Du oder sowas? Kannst auch Liegestützen auf dem Balkon machen oder einfach spazierengehen - was für Dich dabei?
Und Deine Launen - gestehe Dir doch einfach zu. Ich meine, Du leistest nun mal was, das Rauchen aufzuhören ist keine Kleinigkeit! Die Sucht ist stark und gemein, und sich über diese hinwegzusetzen ist schon mal eine Leistung. Daß diese ihren Tribut zollt, ist auch klar. Es ist ja nicht für immer, Du findest schon wieder zu Deiner Mitte zurück! Wie geht denn Deine Familie damit um, könnt Ihr reden? Kannst Du in einem ruhigen Gespräch mitteilen, daß Du nun eben das Rauchen aufhörst, was Dir nicht immer leicht fällt und daß darunter auch die Laune leidet, daß dies aber vorübergeht? Daß es Dein Wunsch ist und Du um vorübergehende Toleranz und Unterstützung bittest? Ich denke, so ein Gespräch entspannt die Lage auf allen Seiten - denkst Du das würde gehen?
Versuch doch einfach auch mal Fruchtsaftschorle und ab und an mal ein Häppchen Traubenzucker - kann bei so ganz leichtem entzugsbedingtem Unterzucker ganz hilfreich sein. Vielleicht ist dieser ja auch ein Grund für Unkonzentriertheit.
Und Kopf hoch Anja. Es bleibt nicht so anstrengend. Diese Erfahrung haben viele hier gemacht - man kann das schaffen. Und Du kannst es auch. Komm hier vorbei, wenn Dir danach ist, und hol Dir Unterstützung ab, das fand ich auch hilfreich. Ich freu mich wieder von Dir zu lesen. Viele Grüße sendet Dir
Lydia