03.07.2016
23:04 Uhrbearbeitet:
03.07.2016
23:08 Uhr
Hallo Lydia,
dank dir für deine Reaktion und das, was du geschrieben hast. Kurz zu mir: Seit über dreißig Jahren Raucherin, zuletzt 40 Zigaretten am Tag. Seit über 10 Jahren versuche ich auf unterschiedlichstem Weg, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich glaube, es gibt fast nichts, was ich nicht schon ausprobiert habe. Alan Carr gelesen, Rauchfrei in 10 Schritten, Hypnose, implantierte Akkupunkturnadeln, diverse Tagesseminare,... Meistens habe ich nicht länger als einige Stunden durchgehalten. Selbst das mit dem Nikotinpflaster habe ich schon versucht, auch erfolglos. Bei diesem Versuch war mein Rauchstopp allerdings nicht in so ein Programm wie dem der BzgA oder der Broschüre der Deutschen Krebshilfe eingebunden, sondern ich hab einfach blauäugig gedacht: "Pflaster aufkleben, den festen Willen haben und dann klappt das schon". Hat aber nicht geklappt.
Zur Zeit bin ich ganz zuversichtlich. Es hat sich bislang nicht der unbändige Wunsch eingestellt, zum nächsten Kiosk zu gehen und wieder Zigaretten zu kaufen. Und das ist neu. Bislang war bei meinen Rauchstoppversuchen immer nach ein paar Stunden diese enorme Suchtdruck, dem ich nicht wiederstehen konnte. Scheinbar sorgt das Nikotinpflaster dafür, das es dieses Mal nicht so schlimm ist. Der Gedanke ans Rauchen kommt immer wieder zwischendurch da, aber den kann ich gut wegschieben. Mit ein paar Routinen breche ich gerade: Ich lass das überwiegend mit dem Kaffee, auf Alkohol verzichte ich ganz. Ansonsten gibt es genug Vorräte an Wasser, Salzstangen, Rohkost, Kaugummis, etc.
Heute nachmittag - in der Sonne - war ich geradewegs in einer Euphorie. Ich war extrem glücklich darüber, dass sich nach mehr als 24 Std. ohne Kippe dieser Suchtdruck nicht wie bisher eingestellt hat. Immer wieder kam mir der Gedanke: Das war's jetzt, das war mein Weg, von der Sucht loszukommen, jetzt hab ich ihn endlich gefunden. Gleichzeitig meldete sich aber eine warnende Stimme aus dem Off: So leicht kann das doch gar nicht sein, da ist bestimmt ein Haken dran. Ich bleibe also in Erwartungshaltung, dass es noch echt schwer werden kann.
Dank dir übrigens für den Hinweis, dass die psychische Abhängigkeit auch noch bearbeitet werden muss. Zur Zeit habe ich keine Idee, wie es sich in einigen Wochen, wenn ich dann das letzte Nikotinpflaster entfernt habe, darstellen wird mit meiner Sucht. Ich hoffe, ich werde die Zeit gut nutzen zum Entkoppeln.
Beste Grüße und danke noch einmal,
Kimme
P.S.: Habe gerade erst gesehen, dass bei mir hier steht, dass ich schon seit 7 Tagen rauchfrei bin. Da stimmt irgendwas nicht. Bin erst seit gestern rauchfrei.