Hallo JesseSmari,
mach Dir keinen Kopf wegen Deines Rückfalls vor zwei Wochen. Nimm es als Erfahrung - Du weißt jetzt um eine Situation, die Dir gefährlich werden kann und kannst sie jetzt anders bewältigen. Viele Aufhörer haben entsprechende Erfahrungen gemacht, mehrere Anläufe unternommen. Das ist doch nicht schlimm. Du gehst es wieder an, das allein zählt!
Bitte laß Dich nicht erschrecken von den ganzen seltsamen Erscheinungen, dem unregelmäßigen Schlaf, den Schweißausbrüchen, der Nervosität. Sind alles Entzugserscheinungen, mit denen Dir Dein Körper zeigt, wie nötig er es hat, das Gift schnellstmöglich loszuwerden. Trinke viel Mineralwasser oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, um den Flüssigkeits- und Mineralhaushalt auszugleichen, und ab und an Saftschorle, um entzugsbedingtem Unterzucker vorzubeugen. Treibst Du Sport? Bewegung an der frischen Luft ist gegen so ziemlich alle Erscheinungen gut.
Dieses ständige Beschäftigen mit der Zigarette im Kopf ist auch entzugstypisch. Erstaunlich oder, wieviel Energie und Hirnschmalz man darauf verwenden muß, etwas nicht zu tun, was man eigentlich auch nicht tun will... Gerade am Anfang ist das Nichtmehrrauchen ein Fulltimejob. Aber das gibt sich auch wieder, versprochen! Lenke Dich ab, beschäftige Dich mit Dingen, die Dir Spaß machen. Sport, Handarbeit - und oh, hier im Forum geistert ganz aktuell eine schöne Idee rum, die ich aufgeschnappt habe und gerne weiterreiche, weil sie mir gefällt: Es gibt Malbücher für Erwachsene, diese scheinen angenehme Ablenkung zu bieten. (Wer diesen Tip aufgebracht hat, möge mir verzeihen, daß ich ihn recycle, aber ich finde die Idee wirklich schön!). Könnte Dich das auf andere Gedanken bringen? Es wird aber nicht für immer notwendig sein, denn der Entzug geht rum und dann bist Du frei.
Beiß Dich durch, es lohnt sich wirklich - und es ist zu schaffen. Auch für Dich! Ich wünsch Dir alles Gute,
Lydia