Guten Abend Byrd,
danke für Deine Meldung! Du brauchst Dich - ich habe es glaube ich schon mal gesagt - in keinem Fall entschuldigen, wenn Du nicht oft oder regelmäßig schreibst! Wenn Dir lesen hilft, dann lies, und wenn Du möchtest, schreib. Du bist hier nicht verpflichtet.
Ich bin erleichtert, daß Du schon Termine wahrgenommen hast. Daß Du Dich der Depression nicht verschließt. Sondern sie bearbeitest. Ich wünsche Dir hierbei von Herzen alles Gute. Bitte laß Dir kompetent helfen, nimm ärztlichen Rat an (und ja, auch wenn darin medikamentöse Unterstützung vorkommt, dagegen habe ich auch keinerlei Vorbehalte, weil ich selbst die Erfahrung habe, daß damit seitens der Mediziner verantwortungsvoll umgegangen wird und auch keine unverhältnismäßigen Wirkstoffe oder Dosen gewählt werden). Nimm jede Hilfe an. Das ist legitim und eine gute Idee, und ich freu mich, daß Du ein gutes Gefühl dabei hast.
Was die Atemnot angeht: selbst Asthmatikern (und dann rauchen, Superidee oder... :roll:), unterziehe ich mich regelmäßigen Lungenfunktionstests. Und der erste LuFu-Test nach dem Rauchausstieg ergab damals Werte jenseits von gut und böse. Möglicherweise eine Folge des Rauchstopps und bedingt durch die Selbstreinigung der Lunge, die erstmal alles an Gift ausstößt, was da ist, was möglicherweise schon mal zu Verstopfungen oder Verkrampfungen führen kann. Und dieser Test fand damals etwa vier bis sechs Wochen nach dem Rauchstopp ab (ich weiß noch, Ende Mai habe ich aufgehört und im Juni oder Juli mußte ich da hin). Also auch relativ lang nach dem Ausstieg, weshalb ich es nicht für ausgeschlossen halten möchte, daß Deine Schwierigkeiten auch noch daher rühren. Nur - ich war ja zu diesem Zeitpunkt schon beim Lungenfacharzt, so wurde die Medikation entsprechend angepaßt. Kann ich Dich vielleicht davon überzeugen, daß Du auch noch einmal auf Deine Lunge hören läßt? Vielleicht kann, sogar muß der Arzt hier unterstützend tätig werden - und wenn es nur vorübergehend ist (auch meine Medikation konnte nach einiger Zeit wieder auf ein Mindestmaß heruntergeschraubt werden). Und es besteht ja auch immer noch eine Möglichkeit, daß es gar nicht daher kommt, sondern eine andere behandlungsbedürftige Ursache hat. Ich bin kein Arzt, kann Dir keine Diagnose anbieten. Also möchte ich Dich doch bitten, auch diese Atemnot Deinem Arzt vorzustellen.
Du bist gerade dabei, Dich sehr, sehr gut um Dich zu kümmern, indem Du das Rauchen aufgibst und Deine Depression angehst - dann mach ruhig damit weiter, indem Du Deine Lunge anschauen läßt. Wenn gar nichts ist, hast Du immerhin Gewißheit. Wollen wir uns darauf einigen?
Nun wünsche ich Dir einen geruhsamen Abend und stehe Dir natürlich auch weiterhin gern für Austausch und auch Rückfragen zur Verfügung. Herzliche Grüße sendet Dir
Lydia