Hi nochmal Dieter,
jetzt wo Du´s sagst, sehe ich auch gerade, daß meine Äußerung möglicherweise nicht ganz das aussagte, was sie sollte... eigentlich wollte ich bemerken, daß ich das Gefühl habe, daß Dir der Erfolg Deines Ausstiegs sehr am Herzen zu liegen, sehr wichtig zu sein scheint, daß Du deswegen möglicherweise brenzlichen Situationen bewußt aus dem Wege gehst. Und wollte ich Dir meinen Respekt zollen für so eine überlegte Herangehensweise. So besser?
Wir haben das Rauchen ewig lang als Entspannung, als Auszeit mißverstanden (einfach weil es in jeder Pause da war, da haben wir den Entspannungserfolg irgendwann fälschlicherweise dem Rauchen zugeschrieben), doch in Wahrheit ist Rauchen eigentlich dem Streß förderlich. Weil wir ja kurz nach der gelöschten Zigarette schon wieder so einen kleinen Entzug bekommen, der mit der nächsten bekämpft wird. Doch nach kurzer Zeit werden wir wieder hibbelig, wollen wieder rauchen. Hattest Du auch mal die Erfahrung, daß man während eines Fluges, eines Kinofilms oder eines Einkaufs im Supermarkt schon auf dessen Ende fiebert? Vielleicht hat sich dieses Fiebern, diese "Nervosität" bis zur nächstmöglichen Kippe ja mittels dieser Kieferverkrampfung geäußert. (Manche Menschen knirschen in Streßsituationen auch mit den Zähnen, wenn sie wach sind, ich kenne sowas - vielleicht ist das ja vergleichbar?) Doch jetzt hast Du für Dich konstatiert: Schluß jetzt, gibt nichts mehr (sehr konsequent, wie wir ja schon festgestellt haben), also fieberst Du auch gar nicht mehr drauf hin. Ja, möglicherweise kommt die Entspannung mit daher. Das finde ich klasse und gönne Dir diese Auswirkung!
Der Schlaf kommt bestimmt wieder Dieter. Gib Dir ein paar Tage noch, der körperliche Entzug, die Umstellung der ganzen Prozesse kann ein wenig in Anspruch nehmen - nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, wie lange wir geraucht haben. Der Körper schafft das - muß aber ganz schön ackern dafür. Auch nachts.
Ich wünsche Dir weiterhin so viel Konsequenz und Durchhaltevermögen! Bis bald grüßt
Lydia