Hallo Tommy,
herzlich willkommen bei uns Aufhörwilligen! Schön daß Du Deinen Weg hergefunden hast.
Ja also ich denke auch, auch ein holpriger Anfang ist ein Anfang. So mancher hier hat anfangs noch ein paar Ausrutscher mitgenommen. Du bist ja schon auf einem richtigen Denkweg, hast die Situation schon mal abgespeichert und suchst Alternativen, wie Du die Situation künftig rauchfrei bewältigen kannst. Die Nikotinpflaster, eine durchaus sinnvolle Unterstützungsmaßnahme, mindern die körperlichen Entzugserscheinungen, aber den seelischen, gedanklichen Ausstieg, den Kopfentzug, können sie Dir nicht abnehmen, da mußt Du mithelfen.
Also wenn Du mal recht aufgeregt bist (wie ich es wäre nach einem Disput mit Chefchen), dann kannst Du Dir mit einer simplen Atemübung behelfen. Dazu atmest Du etwa fünf Sekunden lang durch die Nase in den Bauch, bis er ganz rund wird. Halte dann die Luft für etwa weitere fünf Sekunden an. Und dann atme während acht bis zehn Sekunden sachte durch den leicht geöffneten Mund aus, als würdest Du vorsichtig eine Kerze ausblasen. Diese Übung wirkt nicht nur gegen Schmacht, sondern auch sehr beruhigend, entstressend. Kann man bei jeder Art von Aufregung machen, auch bei Prüfungsnervosität, Ärger etc.
Und mach Dir klar, was die Zigarette an der gegenwärtigen Situation ändern würde. Würde sie das Gespräch mit dem Chef ungeschehen machen? Das Verhältnis besser? Die zugrundeliegende Situation? Nee. Dabei hilft sie Dir nicht. Warum solltest Du sie jetzt also rauchen? Besser geht es Dir hinterher auch nicht.
Und nimm Dir bitte die Freiheit, aus jeder Rauchersituation herauszugehen, wenn sie Dir zu übermächtig wird. Abhauen nennen wir das. Wenn Du also an Deinem Arbeitsplatz bist und Dich ärgerst, und Du jetzt früher eine Zigarette geraucht hättest, dann geh da weg oder nicht in die Raucherecke oder so. Geh in die Waschräume, mach die Atemübung, oder an die frische Luft und nimm Dir ein Wasser mit. Verlasse die Situation, die Dich jetzt zum Rauchen verleiten würde.
(Dies ist einer der 4 A-Tipps: Aufschieben - den hat Dir Zuse schon gegeben -, ausweichen, abhauen, ablenken. Der Vollständigkeit halber hier einmal der Link:
http://www.rauchfrei-info.de/aufhoeren/tipps-fuer-ihren-rauchstopp/tipps-bei-verlangensattacken/
die helfen so als Noftallmaßnahme mal immer und überall.)
So Tommy, dann laß die Rauchfreiheit mal im weiteren Verlauf locker auf Dich zukommen. Wenn Du Befindlichkeiten spürst, Entzugserscheinungen, oder Dich austauschen möchtest, komm jederzeit her. Es ist eigentlich immer jemand da, der Dir schnell beispringen kann. Wir lesen uns auch. Bis dahin viele Grüße und gutes Gelingen von
Lydia