Hallo zusammen!
Ich habe hier im Forum sehr viel gelesen und es hat mir auch sehr geholfen Eure Erlebnisse zu lesen. Die ehemaligen Raucher aus meinem Freundes-und Bekanntenkreis reden anscheinend nicht so gerne darüber.Bei einigen hiess es nur : ich habe aufgehört und das war's.
Ich habe 32 Jahre lang geraucht , bis auf Schwangerschaft und ein paar Tagen bei Operationen.
Zu meiner Geschichte: mich hat die Grippe voll erwischt und ich hatte sehr grosse Probleme überhaupt zu atmen. Während ich sonst bei Erkältungen gerne weiter geraucht habe, war dieses Mal direkt klar, das wird ein paar Tage dauern!
So habe ich nach 3 Tagen absurderweise schon richtig viel Lust auf eine Zigarette bekommen, es verfolgte mich 2 Wochen auf Schritt und Tritt. Ich war jedoch so krank das ich mir es regelrecht verboten habe und zwar Stunde für Stunde, Tag für Tag.
So ging es weiter und ehrlich gesagt, es wurde weniger!Und ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Aber: es gesellten sich Nebenwirkungen dazu, die es mir schwer machen. Ich bin sehr langsam geworden und habe keinen Antrieb mehr. Meine Laune ist wie auf einem unteren Level. Ich frage mich nun, kommt es durch die Zeit der Anstrengung, das der Körper und die Psyche auf so einen langweiligen Modus schalten?
Dazwischen war eine Zeit wo es besser ging, ich habe viel gemacht, mich nicht eingeschränkt, unter Rauchern auch mal ein paar h gesessen und und und.
Jetzt , so ab der 5.- 6. Woche wird es sehr unangenehm. Ich habe gestern auch mal Blutdruck kontrollieren lassen, er ist zwar niedriger aber normal. Alles andere ist auch ok.
Vielleicht gibt es ja auch hier ähnliche Erfahrungen? Es ist nicht so, das ich rauchen möchte, ich denke dann manchmal, ich könnte jetzt vom Gefühl her eine Zigarette rauchen um wacher zu werden und das finde ich schon fast traurig. Nach all der Euphorie, wie gut es klappt jetzt so ein Einbruch in der Stimmungslage? Schachmatt?
Das könnte auch die Zeit werden wo viele auch wieder anfangen.
Ich kann nur sagen, für mich war es erschreckend einfach. Es war zwar von morgens bis abends Thema im Kopf, aber es wurde unbemerkt viel weniger innerhalb der ersten Zeit. Ich habe mich viel abgelenkt mit Bewegung, Trinken, Knabbern, Sport in Maßen, Geselligkeit.Ich habe ehrlich gesagt, gar nicht erwartet das es geht:riesengrinser: Die Schmacht verwandelte sich sehr schnell. Sehnsucht ist jetzt auf einmal da, nach einem euphorischen Gefühl und Wachheit:sun-2:
Ich hatte ja auch Sorge das ein Rauchstopp über so eine Krankheit schnell zu einem Rückfall führt. Ich habe aber schon lange das Thema bearbeitet, auch mit Reduzieren und viel Kopfarbeit:bang:
Aber bei anderen hat es ja auch geklappt... das hilft zu wissen. Ich hoffe das ich in einem Jahr so viele Erfahrungen gesammelt habe um nie wieder zu rauchen aber so eine lahme Schnecke möchte ich dann nicht mehr sein:|