08.08.2018
09:16 Uhrbearbeitet:
08.08.2018
09:18 Uhr
Habe jetzt 7 Tage geschafft und fühle mich großartig!
Ich kann Allan Carr (auch wenns überall bekannt ist) jeden empfehlen. Ich weiß das Buch betreibt Gehirnwäsche, aber nur um einen von der alten Gehirnwäsche zu befreien. Gerade die Tipps in dem Buch helfen mir unheimlich.
Man soll ja gerade am Anfang partys und andere Raucher meiden. Allan Carr sagt man sollte bewusst in diese Situationen gehen und Raucher beobachten.
Ich habe das Glück, dass mein Arbeitskollege sehr schusselig ist, den einen Tag hat er sein Feuerzeug vergessen und ist wie ein verrückter durch unsere Firma gelaufen und hat eins gesucht, hab ihm dann gesagt wo er eins findet. Heute rennt er durch die Firma und fragt nach Kippen, weil er seine vergessen hat. Und ein anderer Kollege ist mit Burnout Zuhause, ich will nicht sagen, dass er wegen seines Rauchens einen Burnout hat, aber es hat Ihn auch nicht davor bewahrt (dabei soll rauchen doch so entspannen :wink:) .Denn das ist das zweite was einem durch das Buch klar werden kann, man sollte Mitleid mit Rauchern haben und keinen Neid empfinden. Jeden Tag nur von der einen Schmacht in die nächste zu leben ist unheimlich anstrengend und nervenaufreibend. Mein Fehler war es Rauchen als Genuss anzusehen, etwas, das mir fehlt, dem ist und war aber nie so. Rauchen ist zu 95% kein Genuss, sondern nur Sucht und wegen der 5% sollte man sich den Rest nicht antun. Jeden Morgen aufwachen und nur nach der nächsten Zigarette schmachten.
Wenn der Nachbar am Rasenmähen ist, während man im Garten sitzt und dann hört er nach einer Stunde auf, dann setzt eine unheimliche Entspannung ein, man fühlt sich ruhig, erholt. Das ist das Rauchgefühl, Nikotin selbst hat keine Wirkung, es befriedigt nur die Sucht und das wirkt. Als Raucher hat man durchgehend ein Hämmern in den Ohren und das hört auf, wenn man raucht und gibt einem das Gefühl es geht einem besser.... als Nichtraucher hat man kein Hämmern. Dieses befriedigende Gefühl wenn das Hämmern aufhört fehlt einem jetzt. Aber hat man Lust sein Leben lang nur in einer Zeit zu leben, in der der Nachbar Rasen mäht und man es nicht erwarten kann, wenn er endlich aufhört.
Ich hoffe man versteht die Metapher.
Ich hab am 3 Tag gefeiert und war bewusst bei Rauchern und hab mich mit Ihnen unterhalten, sie beobachtet. Ich empfinde kein Neid, ich empfinde Mitleid. Es gibt keinen glücklichen Raucher. Der Gelegenheitsraucher wird entweder irgendwann auch abhängig und raucht mehr oder er schmachtet von einer Gelegenheit in die nächste.