11.11.2018
07:30 Uhrbearbeitet:
11.11.2018
07:35 Uhr
Guten Morgen!
Das ist eine gute Frage, auf die es sicher sehr viele Antworten gibt. Meine ist: das Gehirn hat gelernt süchtig nach Zigaretten zu sein, das hab ich ihm trotz Würgegefühl, Husten und Schwindel über ein Jahr hinweg beigebracht, habe mit dem Rauchen in diesem ersten Jahr meist schöne Bilder verquickt (endlich Ruhe vorm zu Hause, alleine im Sonnenuntergang, mit dem Walkman durch den Wald etc) und habe den Übergang in die Sucht kaum bemerkt und als doch gemerkt cool Eine drehend und nickend toleriert.
200‘000 mal hab ich ungefähr mit Teer und Nikotin unterschrieben und somit dem Suchtgedächtnis ordentlich Futter gegeben.
Wenn es sich daran nicht erinnern würde, tja, dann wäre ich wohl dement.
Gut, mit einigen Jahren Abstand ist es absurd sich das alles vorzustellen, freiwillig husten, der Schwindel, der Gestank und dennoch kommt 1/2 mal im Monat ein Bild in den Kopf, das kann im Traum sein, das kann im Biergarten sein, das kann nach Stress oder vor einem Ereignis sein, wo es plötzlich doch ok wäre, mal EINE zu nehmen.
EINE .... wenn Du sie nicht nimmst, dann passiert quasi nix. Das Bild ist in Sekunden weg hinterlässt weder Schmacht noch Wehmut oder Verlust. Erst recht keinen Kampf. Es ist wie mit jeder Erinnerung.
Wenn Du aber Pech hast und Du dem Bild nachgibst weil, na ja weil eben, dann setzt eine Maschinerie ein. Nikotinpegel im Blut steigt, Teer verklebt Lungenhäärchen, Nikotin betäubt Zunge, Rachen und Stimmbänder, Ruß gelangt in die Lunge, das Suchtgedächtnis wird richtiggehend angekurbelt und gepaart mit schlechtem Gewissen wird aus einer dann schnell noch eine, weil jetzt ist es ja eh egal und so weiter....
Wie die liebe Nomadin sagt: Die Eine nicht.
Dann ist es kein Kampf. Echt nicht.
Schönen Sonntag!