Hallo Löckchen!
Ich finde es richtig klasse, dass du schon mit jungen 37 Jahren mit dem Rauchen aufgehört hast - die meisten hier sind schon wesentlich älter. Du hast glücklicherweise nur etwas über 20 Jahre lang geraucht - die meisten hier haben mindestens 30 Jahre lang gequalmt, viele 40 Jahre und manche sogar 50. Und du hast maximal 1 Schachtel pro Tag geraucht, meistens deutlich weniger und jahrelang nur wenige Zigaretten täglich - die meisten hier haben über viele Jahre mindestens 1 Schachtel täglich geraucht, viele haben sogar 30 bis 40 Zigaretten täglich geraucht und manche sogar noch mehr.
Aufgrund der genannten Punkte hast du gute Voraussetzungen, dass sich dein Körper vollständig erholt. An dem, was du da gelesen hast, mag ja was dran sein (wobei man ja bekanntlich keiner Statistik trauen sollte, die man nicht selbst gefälscht hat :wink:), aber es betrifft dich doch nicht. Weil du zwar in sehr jungen Jahren angefangen hast, aber in immer noch sehr jungen Jahren auch wieder aufgehört hast. Wenn du weiter rauchen würdest (was du aber ja nicht tust), dann könntest du eventuell bereits mit 55 an den Folgen des Rauchens sterben. Eventuell! Unser Altkanzler Helmut Schmidt z.B. fing auch schon als Teenager mit dem Rauchen an. Er rauchte sehr viel. Er rauchte sehr lange, nämlich etwa 80 Jahre lang. Und er wurde 96 Jahre alt.
Hör bitte auf, dich selbst so verrückt zu machen. Sonst könnte es passieren, dass du tatsächlich mit 55 stirbst. Nicht an den Folgen des Rauchens, sondern an einem Herzinfarkt. Weil du dich über 20 Jahre selbst unnötig unter Stress gesetzt hast. Und Stress macht krank.
Du solltest nicht mehr im Internet recherchieren, liebe Löckchen. Da findet man zwar viele hilfreiche Informationen, aber man kann auch leicht an falsche Informationen geraten ... oder etwas missverstehen ... oder etwas Falsches hineininterpretieren. Wenn man lange genug liest, findet man zu jedem gesundheitlichen Problem irgendwo die Information, dass es eventuell Krebs sein könnte. Und wenn man sich da so reinsteigert wie du, dann ist man sich sofort sicher, Krebs zu haben. Auch wenn es für dieses Problem zu 99,9 Prozent eine harmlose Erklärung gibt.
Kennst du das Gelassenheitsgebet?
[i][b]Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.[/b][/i]
Also hör auf, dir Vorwürfe zu machen, so früh mit dem Rauchen angefangen zu haben - das lässt sich nicht mehr ändern.
Sieh zu, dass du ganz schnell von diesem Nasenspray los kommst.
Und denk bitte darüber nach, was dein Mann gesagt hat. Natürlich kann dir ein Therapeut nicht sagen, dass du gesund bleibst ... aber er kann dir dabei helfen, deine Ängste abzulegen. Er kann es nicht ungeschehen machen, dass du so früh mit dem Rauchen angefangen hast ... aber er kann dir dabei helfen, dir keine Vorwürfe mehr deshalb zu machen sondern froh und stolz zu sein, schon mit jungen 37 Jahren wieder damit aufgehört zu haben.
Abschließend noch zwei Sprüche, die für mich selbst sehr hilfreich waren ... und immer wieder sind, wenn ich mich mal wieder mutlos fühle.
[i][b]Wer die Sonnenseiten des Lebens genießen möchte, darf den Himmel nicht ständig nach Wolken absuchen.[/b] (Sarah Razak)[/i]
[i][b]Schließe ab mit dem was war,
sei glücklich mit dem was ist
und offen für das was kommt.
Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede.[/b][/i]
Du bist schon seit 173 Tagen rauchfrei und das Nichtmerrauchen fällt dir leicht. Das hast du großartig hinbekommen! Und das mit dem Nasenspray bekommst du auch hin. Und das mit deinen unnötigen und krank machenden Ängsten auch. Scheue dich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn du es alleine nicht bewältigen kannst. Nur Mut ... alles wird gut!
Liebe Grüße
Christine