Hallo,
konnte mir bis vor ca 7 Wochen nicht im Traum vorstellen, nach meiner letzen Niederlage (vor 10 Jahre, da waren hauptsächlich finanzielle Gründe ausschlaggebend) mit dem Rauchen aufzuhören.
Habe mich gut gefühlt mit 20-30 Zigaretten täglich über 22 Jahre lange (mit 6-wöchiger Unterbrechung), war trotzdem noch recht sportlich, keine körperlichen Beschwerden... gut die Kinder haben gemeckert, billig war es auch nicht, aber auch ein Helmut Schmidt raucht ja täglich....
Habe kurz mal überlegt, als meine Mutter vor ca 8 Jahren an Brustkrebs erkrankt ist (gilt mittlerweile als geheilt) und als letztes Jahr mein Onkel an Lungenkrebs verstorben ist. Meine Opas mit sind mit74 Jahren vor 12 Jahren ebenfalls an Krebs gestorben.
Doch Anfang August hat mein Vater eine Vorsorgeuntersuchung gehabt beim Lungenfacharzt. Er ist 62 Jahre jetzt, hat mit 15 Jahren das Rauchen und Arbeiten angefangen und hat nun endlich die Rente durch und Lungenkrebs!!!
Erst hat es geheißen es ist nur ein Lungenflügel eventuell betroffen, dann beide, dann Herzschwäche, dann Metastasen in der Leber, dann Metastasen in den Knochen, dann Metastasen im Gehirn und so kam eins zum anderen ...
Innerhalb von ca 7 Wochen von gefühlt "MIR GEHT ES GUT-ENDLICH RENTE" bis zu "LUNGENKREBS" nur noch palliativ zu behandeln, Heilung nicht möglich, Leiden verhindern, Chemo zur qualitativ besseren Lebensverlängerung. Und dafür solange geschuftet....
Deshalb ist das eine wirkliche Motivation, aber ein Bild davon aufhängen kann ich nicht...das würde mir das Herz brechen...
Es ist momentan alles so schwer. Am Mittwoch war ich mit meinem Vater im Biergarten. Er raucht jetzt nur noch 1- 2 Zigaretten am Tag( wenn es gar nicht anders geht) im Biergarten. Er hat keine Haare mehr. Es geht ihm noch so gut, wie vor ca 7 Wochen, nur das komplette Leben hat sich geändert.
Grüße
Sandra