Lieber Markus,
danke für deine hilfreichen Worte. Das ist das tolle an diesem Forum: Es sind alle Haltungen vertreten, einer tröstet liebevoll, einer ermahnt, einer spricht etwas strenger, einer zeigt Humor usw.
Du darfst und sollst bitte mit mir genau so reden, wie du es mit jedem anderen auch tun würdest und ja nicht denken, "ach, das weiß sie doch selber". In der Sucht weiß ich gar nichts. Da ist alle Theorie und alles Wissen weg. Da bin ich ein Analphabet und buchstabiere mühsam Schritt für Schritt, wie jeder andere auch.
Du hast Recht: Ich kann sehr gut die Keule der Selbstverdammung schwingen und mich anklagen. Und natürlich fühle ich mich dadurch nur noch schlechter, wodurch wiederum das Gefühl verstärkt wird, es sei sowieso alles egal, meine Eintrittspforte für die Sucht. Eine Spirale mit Abwärtstrend. Hoffentlich merke ich es das nächste mal früher, wenn ich auf dem absteigenden Ast bin. Es ist mühsam und kostet viel Kraft, sich selber gegenüber immer wachsam zu sein. Manchmal mag ich nicht mehr kämpfen. Ich kann nur hoffen, dass es irgendwann leichter wird. Aufgegeben habe ich bisher noch nie und so soll es auch bleiben.
Liebe Grüße Marion