02.06.2025 14:09

Rauchstopp, eine emotionale Herausforderung

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62Beiträge
07.03.2024
09:54 Uhr
[quote=661563]Bin seit 50!! Jahren Raucherin und ich lebe noch, was ich unglaublich finde. [/quote] Dann sind wir ja schon zwei, liebe Sabine, und vier Tage habe ich auch (wieder einmal) geschafft. Und es fällt mir weiter SO schwer, SO SCHWER ... trotzdem: bis auf Weiteres: NEIN, obwohl mein Dealer in Spucknähe ist :flowerblue:
07.03.2024
09:11 Uhr
Lieber Paul, vielen Dank für die "menschliche" Mail, in der du von Zeit, Geduld und Zuversicht sprichst und davon, dass wir "Gewohnheitstiere" sind. Ich brauche genau solche Sätze gerade, weil ich es mal wieder versuche (4. Tag), das blöde Rauchen sein zu lassen. Und dieses Mal vorhabe, nicht mehr von "versuchen" im wörtlichen Sinne zu sprechen, sondern: ICH BIN NICHTRAUCHERIN!! Vor allem die vielen frustrierenden Erfahrungen, die mich denken ließen, dass ich eben ein "hoffnungsloser Fall" sei, weil ich nie über einen längeren Zeitraum aufgehört habe (nur in den Schwangerschaften und Stillzeiten natürlich, da war meine Moral stärker als meine Sucht) haben erfolgreich verhindert, tatsächlich AUFZUHÖREN!! Ich glaube, dass viele von uns die Methoden kennen, die auch ich - leider erfolglos - ausprobiert habe (Nichtraucherkurse, Nikotinpflaster, Hypnose, Einzeltherapie, DAS BUCH...) und ich glaube einfach mittlerweile, dass Zuversicht und Geduld trotz erlebten Versagens megawichtig ist, um die ganzen Glaubenssätze (Rauchen entspannt, weniger Stress, Raucher sind kommunikativ etc.) zu löschen. Bin seit 50!! Jahren Raucherin und ich lebe noch, was ich unglaublich finde. Ich drücke allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern und mir die Daumen, dass wir stark und zuversichtlich und geduldig bleiben!!! Sabine
07.03.2024
08:44 Uhr
[quote=661536]Ich war rauchend eher ein Mensch, bei dem dass Glas halb leer ist und seit ich nicht mehr rauche, ist das extrem :cry: Vor allem am morgen ist alles tiefschwarz.... Habe mir vorgenommen, ein Achtsamkeitstagebuch zu führen und die positiven Kleinigkeiten des Tages zu notieren. Vielleicht ist das hilfreich bei negativen Gefühlen?! @Vi Bei meinen früheren Rauchstopps schwankten die Gefühle zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Dieses Mal eher in der Mitte mit Ausschlag nach oben und unten :roll: leider manchmal auch tief nach unten. Du siehst, selbst bei einer Person ist es nicht immer gleich. Ich drücke dir die Daumen, dass du was zum aufmuntern findest [/quote] Liebe Peggy! Das Achtsamkeitstagebuch ist eine wunderbare Sache. Es wird dir helfen aufzuzeigen, dass nicht alles schwarz ist, sondern dem Ganzen auch die guten Seiten abzugewinnen. Nach dem Motto: Wenn es nicht so läuft, wie du denkst, dann denke anders. Und du hast Recht. Jeder Rauchstopp ist anders. Es läuft nicht immer gleich ab. Ich habe auch diverse Rauchstopps hinter mir. Und alle waren unterschiedlich. Mal sehr schwer, und mal so leicht, dass ich dachte das kann nicht mit rechten Dingen zu gehen. Und ganz bestimmt. Es wird einfacher. :smileumarmung: Beste Grüße, Stine
07.03.2024
08:12 Uhr
bearbeitet:
07.03.2024
08:13 Uhr
Guten Morgen Peggy und Vi und natürlich alle anderen, Diese Anfangsphase des Rauchstopp ist auch für mich damals so anstrengend gewesen. Ich war so wuschig und durcheinander, ich habe vergessen Kaffeepulver in die Maschine zu füllen, ich habe meinen Schlüssel vergessen und Stand vor verschlossenen Türen, Büro, Haus, Auto Ich stand an der Kasse und wusste meinen Karten pin nicht mehr :| - :x - :cry: Es waren Kleinigkeiten die mich normalerweise amüsiert hätten, in der Phase brachte mich das zur Weißglut, zur Verzweiflung und zum Heulen Aber, das Gute kommt zu Schluss, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Es braucht etwas Zeit, Geduld und Zuversicht, das auch diese Phase irgendwann vorbei ist. Es muss so sein!!! Könntet ihr euch vorstellen, dass ich oder irgendwer, sechs Jahre rauchfrei bleiben könnte wenn es immer so bliebe wie in den ersten Wochen? Es wird besser werden, das verspreche ich euch. Ich weiß auch, dass es mir in dieser Phase schwer fiel den alten Hasen zu glauben, die mir damals das selbe sagten. Aber sie hatten recht. :flower: Zeit :flowers: Geduld :flowerblue: Zuversicht LG von Paul
06.03.2024
22:31 Uhr
Ich war rauchend eher ein Mensch, bei dem dass Glas halb leer ist und seit ich nicht mehr rauche, ist das extrem :cry: Vor allem am morgen ist alles tiefschwarz.... Habe mir vorgenommen, ein Achtsamkeitstagebuch zu führen und die positiven Kleinigkeiten des Tages zu notieren. Vielleicht ist das hilfreich bei negativen Gefühlen?! @Vi Bei meinen früheren Rauchstopps schwankten die Gefühle zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Dieses Mal eher in der Mitte mit Ausschlag nach oben und unten :roll: leider manchmal auch tief nach unten. Du siehst, selbst bei einer Person ist es nicht immer gleich. Ich drücke dir die Daumen, dass du was zum aufmuntern findest
06.03.2024
22:00 Uhr
Hallo zusammen, ich rauche noch :cry: Aber seit Samstag morgens ( meine schlimme Zeit, da ist der schmacht am schlimmsten) nur noch 3 statt 6 in der ersten Stunde nach dem Aufstehen. :D Wenn ich zur Arbeit fahre rauche ich jede Stunde eine... Sonst immer 2. Naja Kleinvieh macht es auch Mist :lol: Ich muss mich ein bisschen feiern... Weil das hab ich so noch nie geschafft. Und ihr alle seid Motivation für mich. Habe mir selbst eine Challenge auferlegt: Samstag wird nicht geraucht... LG endlich frei
06.03.2024
17:19 Uhr
[quote=661455]Hey ihr lieben, ist das normal, dass ich an Tag 10 immer noch die ganze Zeit an Zigaretten denke und verlangen spüre. Hab auch wieder den Gedanken, dass das Leben mit Zigaretten mehr Spaß macht und habe schlechte Laune :( Wie lange wird es ca. Dauern, bis ich kaum mehr an Zigaretten denke und das verlangen nicht mehr so groß ist? Help :([/quote] Liebe Vi_natty, die Nichtraucherkarrieren sind alle recht unterschiedlich. Es gibt Menschen, die sind angeblich nach 3 Tagen mit dem Schlimmsten durch, bei anderen dauert es länger. Insofern gesehen, ist es normal, dass du nach 10Tagen rauchfrei noch so fühlst. Auch bei mir was es am Anfang so, dass ich gefühlt an nichts anderes gedacht habe als ans Rauchen. Die ersten drei Tage gingen noch und dann wurde es wieder schlimmer. Nach so ca. zwei Wochen beruhigte sich die Lage wieder, um dann kurz nach Woche drei wieder an Fahrt aufzunehmen. Dazu noch die Gedanken des Verlustest, die du ja auch beschreibst. Das ist schon extrem anstrengend und nervig. Niemand hier wird dir einen konkreten Zeitpunkt nennen können, an dem es besser wird. Für mich fühlt es sich so an: Wenn ich an Zigaretten denken, dann ist die Schmacht riesengroß. Aber ich denke viel seltener an Zigaretten als noch vor 10 Wochen. Wenn ich aber daran denke, dann muss ich mich wirklich arg zusammenreißen. Es sind vielleicht mal maximal 4 Situationen am Tag, an denen ich ans Rauchen erinnert werde und dann auch gerne würde. Aber damit kann ich bislang gut umgehen. Stur bleiben ist die Devise. Und an manchen Tagen fällt mir erst abends auf, dass ich überhaupt nicht ans Rauchen gedacht habe. Mein Tipp: Ablenken, wenn die Schmacht groß ist und lass dir von der Sucht nicht einreden, dass das Leben mit Kippe schöner ist. Ist es nämlich nicht. LG
06.03.2024
15:33 Uhr
Liebe Vi_natty_90, erst einmal: Gratulation zu 10 Tage rauchfrei! Dass dein Verlangen noch da ist, ist ganz normal. Das macht den Umgang mit Verlangen und auch die schlechte Laune natürlich nicht leichter. Mit dem Thema der schlechten Laune bist du im richtigen Thread, hier tauschen sich Leute über Möglichkeiten zum Umgang mit starken Emotionen aus. Doch du wirst das Thema auch überall im Forum finden, du bist damit nicht allein! Zu deinem Verlangen: Kennst du schon die vier A-Tipps? Es handelt sich dabei um [b]Tricks, die nach einem Rauchstopp helfen, die Lust auf eine Zigarette besser in den Griff zu bekommen.[/b] Du findest sie auf dieser Seite: https://rauchfrei-info.de/informieren/rauchstopp/haeufige-fragen-zum-rauchstopp/ Auf derselben Seite findest du auch folgenden Absatz: [b]Wie erholt sich mein Körper nach einem Rauchstopp?[/b]. Vielleicht kann er dir etwas zusätzlich Motivation geben. Herzliche Grüße, Lisa vom rauchfrei-Team
06.03.2024
15:12 Uhr
[quote=661429] Mein Ansatz war dabei aber nicht das innere Kind sondern eher der innere Schweinehund und ist, so wie ich es verstehe etwas ganz anderes. Der innere Schweinehund oder der Saboteur steuert meine Lust und denkt nur „ich, ich, ich und zwar jetzt sofort“ und dem wollte ich einen Riegel vorschieben. Ich hätte fast die Vermutung, dass die Arbeit mit dem inneren Kind zum Zeitpunkt des Nikotinentzugs eine Überforderung gewesen wäre. In der ersten Phase des Rauchstopp (ich sage mal in den ersten sechs Monaten) kamen so viele Emotionen hoch, dass ich für Alle zusammen gar keine Energie gehabt hätte. Das musste ich „portionieren“ [/quote] Lieber Paul, Danke für deine sehr spannenden Beiträge – wie die Beobachtung zur Überforderung mit sehr starken Emotionen in der ersten Phase des Rauchstopps. Ich glaube auch, dass tiefe Auseinandersetzungen mit Aspekten der Psyche in sensiblen Phasen zu überwältigend sein können. Emotionen, oder die eigenene Energie zu "Portionieren" find ich dazu sehr nett gesagt. Der "innere Schweinehund", oder "der Saboteur" klingt sehr interessant und ich glaube viele hier können sich damit auch gut identifizieren. Es tut mir Leid, den Link mussten wir leider entfernen. Links können aber gerne per PN versendet werden! Herzliche Grüße, Lisa vom rauchfrei-Team
06.03.2024
14:54 Uhr
Hey ihr lieben, ist das normal, dass ich an Tag 10 immer noch die ganze Zeit an Zigaretten denke und verlangen spüre. Hab auch wieder den Gedanken, dass das Leben mit Zigaretten mehr Spaß macht und habe schlechte Laune :( Wie lange wird es ca. Dauern, bis ich kaum mehr an Zigaretten denke und das verlangen nicht mehr so groß ist? Help :(
06.03.2024
14:54 Uhr
Hey ihr lieben, ist das normal, dass ich an Tag 10 immer noch die ganze Zeit an Zigaretten denke und verlangen spüre. Hab auch wieder den Gedanken, dass das Leben mit Zigaretten mehr Spaß macht und habe schlechte Laune :( Wie lange wird es ca. Dauern, bis ich kaum mehr an Zigaretten denke und das verlangen nicht mehr so groß ist? Help :(
06.03.2024
09:22 Uhr
bearbeitet:
06.03.2024
15:13 Uhr
Hallo Lisa, vielen Dank für Deine Rückmeldung zu meinem Eintrag. Ich persönlich bin gar nicht so überzeugt von dem Konzept des inneren Kindes, habe mich aber ehrlicherweise damit nur oberflächlich beschäftigt. Ich bin ja jetzt seit fast sechs Jahren rauchfrei und habe „Paulchen“ erwähnt um zu zeigen wie ich damals mit dem Hin und hergerissen sein umgegangen bin. Mein Ansatz war dabei aber nicht das innere Kind sondern eher der innere Schweinehund und ist, so wie ich es verstehe etwas ganz anderes. Der innere Schweinehund oder der Saboteur steuert meine Lust und denkt nur „ich, ich, ich und zwar jetzt sofort“ und dem wollte ich einen Riegel vorschieben. Ich hätte fast die Vermutung, dass die Arbeit mit dem inneren Kind zum Zeitpunkt des Nikotinentzugs eine Überforderung gewesen wäre. In der ersten Phase des Rauchstopp (ich sage mal in den ersten sechs Monaten) kamen so viele Emotionen hoch, dass ich für Alle zusammen gar keine Energie gehabt hätte. Das musste ich „portionieren“ Wenn ich darf würde ich gerne einen Artikel von ZDF.de hier verlinken, der ein bisschen deutlich macht, wie ich dazu stehe. [externer Link vom rauchfrei-Team entfernt] Dennoch finde ich die Anregung, sich mit den Emotionen während des Rauchstopp auseinander zu setzen sehr wichtig und ich danke dem rauchfrei Team für diesen thread hier im Kiosk. LG Paul
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