Sucht/Abhängigkeit bedeutet, dass du den Konsum einer Substanz nicht kontrollieren kannst. Dieser "Kontrollverlust" kann auch nicht mit dem Willen gesteuert werden.
Wenn du nun aufhörst, eine Substanz, von der du abhängig bist, zu konsumieren, wo kommt da der Wille ins Spiel? Kommt er überhaupt ins Spiel?
Zunächst mal musst du eine große Motivation, Entschlossenheit und Ausdauer haben. Du musst vielleicht aushalten, dass es dir zeitweise nicht gutgeht. Vielleicht auch über einen längeren Zeitraum. Vielleicht immer wieder.
Neben den Veränderungen im Gehirn durch die Nikotinrezeptoren, ist das Rauchen eine Gewohnheit und man muss sich bewusst überlegen, wie man diese Gewohnheit des Rauchens durch neue Gewohnheiten/Belohnungen ersetzt. Wann weißt du, ob du es geschafft hast? Dies sagt ein Suchtforscher?
"[i]Wann weiß man, dass man es geschafft hat?
Kröger: Nach etwa drei Monaten. Die Rezeptoren haben sich dann zurückgebildet. Kritisch sind vor allem die ersten zwei Wochen. Das Risiko eines Rückfalls sinkt aber mit jedem Tag. Ganz weg ist es allerdings nie: Das sogenannte Suchtgedächtnis, das sind Veränderungen des Gehirns, bleibt. In manchen Situationen fällt man in alte Verhaltensmuster zurück, vor allem bei Stress."[/i] Quelle: "Den Königsweg gibt es nicht.", Merkur.de: 2009