Hallo und guten Morgen in die Runde,
ich habe seit sehr langer Zeit keinen Gedanken mehr an die letzte Kippe verschwendet, kann aber noch gut nachvollziehen, dass dies gerade am Anfang durchaus ein Thema ist.
Ich hatte meinen Rauchstopp auf Sonntag, den 06.11.2022 festgelegt. Über den Tag X hatte ich mir viele Gedanken gemacht. Es stand eine aufwändige kieferchirurgische Behandlung an, davor wollte ich unbedingt mindestens 2 Wochen rauchfrei sein, um nach der OP nicht alles zu gefährden, weil ich trotz dringendem ärztlichen Rat trotzdem rauche. Tag X auf einen Arbeitstag zu legen, fand ich schwierig. Ich rauchte zwar auf der Arbeit nicht, hatte es aber immer eilig nach Hause zu kommen, ihr wisst genau, was ich meine. Der Samstag schied aus, weil ich doch da frei habe und „endlich“ jederzeit rauchen kann. Also blieb schweren Herzens der Sonntag, obwohl ich da ja auch immer „so schön“ rauchen konnte. Na ja, aber irgendwann musste es ja nun sein, also Sonntag der 06.11.2022. Das war dann 3 Wochen vor der OP und ich hatte mir damit ein kleines Hintertürchen offen gehalten.
So wie ich das jetzt schreibe, wird mir wieder das ganze Ausmaß meiner Sucht bewusst.
Der Freitag, der 04.11.2022 war ein ganz normaler Rauchertag. Wie Ulrike bin ich vor dem Fernseher eingeschlafen, vor Mitternacht aufgewacht, wie immer raus auf die Terrasse noch schnell eine geraucht und schlafen gegangen. Am Samstag früh dachte ich, jetzt probiere ich mal, wie lange es ohne Kippe geht, ohne dass ich…., ja was eigentlich?
Ich habe mich durch den Tag gebracht, ohne zu rauchen und habe 15.55 Uhr hier mein Wohnzimmer eröffnet, meinen Rauchstopp verkündet und damit war das Schicksal der letzten Kippe besiegelt.
Es war die eine, hastig durchgezogene, nicht ganz aufgerauchte vor dem Schlafengehen am Freitag. Tatsächlich hatte ich kurz darüber nachgedacht, diese letzte doch noch zu zelebrieren, aber dafür waren mir meine bereits überstandenen rauchfreien Stunden zu wertvoll, auf die war ich sowas von stolz!
Liebe Grüße Ela