So, hallo Ihr lieben Rauchfrei-Freunde und Rauchfrei-Freundinnen,
ich wollte schon am Montag hier etwas berichten, komme aber jetzt erst zwei oder fast schon drei Tage später dazu.
Heute bin ich [color=red][size=2]440 Tage rauchfrei[/size][/color], das sind [b][color=red] ein Jahr und zwei Monate und zwei Wochen[/color].[/b]....
und habe etwa 16.748 Zigaretten nicht geraucht, 4.407,37 Euro gespart
15 Gramm Nikotin und 167 Gramm Teer den Lungen erspart und insgesamt
46 Tage 12 Stunden 32 Minuten RauchFrei-Zeit gewonnen.
Aber das Wichtigste, was ich in diesem Zusammenhang hier berichten möchte, ist, dass ich am Montag wieder mal einen Termin bei meinem Lungenfacharzt hatte. Wie immer wurden meine Lungenfunktionen dort gemessen, zuletzt war ich im August dort. Meine Lungenwerte hatten sich schon im August letztes Mal zur Freudes des Arztes etwas verbessert gehabt. Aber dieses Mal erwähnte der Arzt etwas, was er die ganze Zeit bisher für sich behalten hatte:
er freute sich diesmal am meisten darüber, dass meine Überblähung der Lunge besser geworden sei. Und gab in diesem Zusammenhang zu, dass es bei mir sehr grenzwertig war und er bis Montag nicht hätte sagen können, ob sich mein Lungengewebe noch erholen kann oder nicht. Bisher konnte er aufgrund der vorangegangenen Messungen nicht sagen, ob diese Überblähung ein Zeichen für COPD und oder Emphyseme seien. Aufgrund dessen, dass dieser "Überblähungswert" nun gestern besser war als zuvor, geht er jetzt davon aus, dass sich meine Lunge noch regenerieren kann und ich haarscharf an der Grenze zu COPD vorbeigeschwappt bin....
Aber, was er auch ganz deutlich sagte, und ich ihm auch glaube, ist, dass, sobald ich wieder mit dem Rauchen anfangen würde, ich wieder umgehend in eine Überblähung kommen und dann auch sicher COPD bekommen würde, da ich durch mein Asthma genetisch dafür auch noch empfänglicher sei als andere und ich mit dem Weiterrauchen bzw. wieder Anfangen dann auch mit Sicherheit in die nicht mehr regenierbare Zerstörung des Lungengewebes käme.
Dieses Mal hatte ich auch erstmalig das Gefühl, dass er es ernst nahm, dass ich nicht mehr rauche, und er sagte sogar, die Verbesserung meiner Lungenwerte hätte ich in erster Linie meiner konsequenten Rauchfreiheit zu verdanken. Nur durch das Nicht-Mehr-Rauchen hätte sich meine Lunge jetzt so verbessert, sowohl, was die Widerstände beim Ausatmen als auch die Überblähung beträfe.
Gefühlt, kann ich jetzt seitdem ich das Einjährige überschritten habe langsam etwas besser und tiefer durchatmen. Also, das was er und die Werte sagten, passt auch zu meinem Gefühl. Und ich kann sagen, es fühlt sich so gut an, wenn ich wieder etwas tiefer mit dem Atem kommen kann und der Atem nicht durch so viele Widerstände ausgebremst wird und Ein- und Ausatem wieder besser funktionieren. Dieser Überblähung hatte mich ganz unglücklich gemacht und ich habe lange Zeit schon selbst nicht mehr daran geglaubt, dass sich das noch jemals wieder verbessern kann. Ich freue mich so darüber, dass sich das Durchhalten für meine Lunge nun nach längerer Zeit so sehr gelohnt hat und immer noch lohnt.
Ich möchte alle, die noch mit sich kämfpen, dazu motivieren, langfristig durchzuhalten, denn manche Regenerationen beginnen scheinbar erst ab einem Jahr Rauchfreiheit, aber die lohnen sich wirklich!
Es ist allerdings auch so, dass ich vom Kopf her wieder mehr Probleme habe, rauchfrei zu bleiben seit ich das Jahr überschritten habe, das gebe ich ganz ehrlich zu. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass dann die Anfangsmotivation nachlässt, oder auch daran, dass gerade der jetzt tiefere Atem ein grösseres Verlangen nach dem Inhalieren einer Teufelsrolle auslöst oder auch an den Widrigkeiten und Schwierigkeiten des Lebens, die einen manchmal auch an den Rande des Möglichen bringen können und einem dann immer noch suggerieren, dass die Zigarette in solchen Lagen dann angeblich eine Hilfe sein könnte....
Aber gerade dann frage ich mich, ob eine Zigarette es wert sein kann, dass meine Überblähung, die jetzt zum Glück zurückgeht, wieder aktiviert wird.... und dann erinnere ich mich auch wieder daran, wie es nach meinen letzten Rauchstopps bei Rückfällen war und weiß, dass ich nicht nur eine rauchen könnte und dass es auch die letzten Male immer schneller so war, dass der Husten und die chronsiche Bronchitis dann wieder in vollem Umfang auf der Bildfläche waren und dass ich gefühlt ganz schnell wieder schlechter Luft bekam und der weiteren Überblähung Futter ohne Ende gab.... und dann erinnere ich mich daran, dass ich nicht so schnell wieder auf 440 rauchfreie Tage komme....
Deshalb habe ich unter anderem um einen Termin in drei Montaten zur Kontrolle beim Lungenfacharzt gebeten, und nicht erst in sechs Monaten. Er ließ mir die Wahl, aber ich möchte lieber noch engmaschiger kontrolliert werden und einfach eine schnellere Rückmeldung nach den nächsten Lungenfunktionsmessungen für mich haben.
Und mir hilft es dann auch immer sehr, hier im Forum noch weiterhin aktiv zu bleiben. Ich sehe es ähnlich wie unsere Rauchfrei-Lotsin Andrea, die auch immer wieder schreibt, dass es auch ihr hilft, hier aktiv zu bleiben, um ihre eigene Rauchfreiheit am Laufen und am Leben zu halten und sich über dieses Forum immer wieder daran zu erinnern, warum sie aufgehört hat......
Und dass ich bis jetzt noch nicht zu meinen sportlichen Fortschritten gekommen bin, beim Sport habe ich übrigens nach wie vor noch nicht das Gefühl, diese Überblähung und den Atemwiderstand losgeworden zu sein... , aber vielleicht kommt das ja auch noch..... auf jeden Fall möchte ich weiter in die sportliche Richtung gehen, auch wenn ich jetzt aufgrund von etwas infektiöser Angeschlagenheit erstmal wieder eine Pause einlegen muss.....
ich bin auch ganz neugierig, ob ich meine Kondition auch noch verbessern kann.....
Also ich hoffe, dass viele von Euch jetzt ganz gespannt darauf werden, was passiert, wenn Ihr in die längerfristige Rauchfreiheit kommt.... auf jeden Fall lohnt es sich für die Gesundheit der Lunge, das Rauchen wegzulassen. Das kann ich aus eigener Erfahrung hier bestätigen!
und es lohnt sich meiner Meinung nach auch, weiterhin hier an diesem Forum Anteil zu nehmen.... es stärkt auch die Eigenmotivation am Ball zu bleiben und vergegenwärtigt immer wieder die Vorteile des rauchfreien Lebens....
Ja und neulich auf einem Konzert hat mich auch motiviert, von einer Sängerin zu hören, dass selbst sie das Rauchen seit einem Jahr aufgegeben hätte, wobei sie zur Zeit jetzt noch versucht, von der Elektrozigarette runterzukommen.... wenn sie das auch noch schaffen würde, dann wäre sie am Ende alle Süchte los..... sofern es denn stimmt, dass sie bis heute allen anderen Drogen und dem Alkohol schon den Rücken gekehrt hat....
mich motiviert es auch oft, wenn berühmte Stars von ihren Kämpfen mit den Süchten berichten und es ihnen gelingt, diese hinter sich zu lassen...
aber wir hier sind ja jetzt auch alle kleine Stars... zumindestens Rauchfrei-Stars..., die wie lauter Sterne jetzt in der dunklen Jahreszeit am Himmel leuchten.....
Ich wünsche Euch noch eine schöne rauchfreie Woche
LG Banya