Hallo, leicht verzweifelte Geli!
Zweiunddreißig durchgerauchte Jahre hinter dir zu lassen, erfordert eine große Portion Mut. Und die Bereitschaft, dich den damit verbundenen Herausforderungen stellen zu wollen. Entzugssymptome, wie du sie beschreibst, sind leider sehr typisch für uns werdende Ex-Raucher. Ich habe vor jedem Einzelnen, auch vor dir liebe Geli, den allergrößten Respekt!
Ich habe meinen Entzug jetzt ca. 3 Monate hinter mir und noch immer kommt dieser Drecks-Suchtteufel gelegentlich bei mir vorbei. Plötzlich und unverhofft. Das ist fies und unanständig von ihm, aber nun einmal sein Job. Was kannst du tun?
Meine Entwöhnung habe ich mit einer Gruppe von insg. 10 Menschen gemacht. Unsere Therapeutin hat im Einzelfall empfohlen, bei starker Suchtausprägung ein Nikotin-Ersatzpräparat einzusetzen. Kaugummi, Pflaster, Inhaliersticks, du kennst das vielleicht. Dieses Thema ist hier im Forum umstritten, es gibt Befürworter und Gegner. Ich kann nur meine persönliche Erfahrung wiedergeben. Natürlich muss vor Einsatz eines solchen Präparates im Zweifel ein Arzt befragt werden. Mir haben in den ersten Wochen auf jeden Fall Nikotinkapseln in einem Inhalierstick sehr geholfen. In dreifacher Hinsicht:
1. Dank geringer Dosis Nikotin Senkung der Nervosität, besserer Schlaf.
2. Die Hände waren beschäftigt.
3. Der Mund hatte auch etwas zu tun.
Überlege und entscheide doch für dich, ob das in Frage kommt, oder eher nicht.
Das soll es fürs erste gewesen sein, meine liebe. Ob mit oder ohne, HALTE DURCH, es wird weniger mit diesen lästigen Symptomen, versprochen. Und es lohnt sich. Die Lebensqualität steigt ganz, ganz enorm.
Viele Grüße
Meikel