Hallo ihr Lieben,
es tut mir sehr gut, dass ihr alle unermüdlich da seid und euch so lieb kümmert.
Seitdem ich hier im Forum bin, kreisen meine Gedanken ständig im Kopf und zwingen mich, nachzudenken und auch mich auseinander zu setzen ( schreibt man das jetzt zusammen oder auseinander?), vor allen Dingen viel mit mir selbst. Nur manchmal fällt es mir schwer, die Gedanken in Worte zu fassen und nieder zu schreiben. Man hat mir eigentlich immer gesagt, dass ich mich verbal gut ausdrücken kann aber das bezieht sich wohl eher auf sachliche Themen. Sich mit seinen Gefühlen beschäftigen und die Gedanken dazu dann nieder zu schreiben, ist eine ganz andere Geschichte.
Liebe Julia und Andreas.
Ja ich weiß, dass die Belohnung ein wichtiger Aspekt beim Rauchausstieg ist und ich wollte gestern auch eigentlich was ganz anderes ausdrücken, was jetzt nicht unbedingt mit dem Rauchen etwas zu tun hat. Wenn man sagt, ich belohne mich für den geschafften Tag, hat das, finde ich, immer so einen negativen Beigeschmack. Es hört sich oft so an, als müsste man jeden Tag schauen, wie man ihn hinter sich bringt. Das fände ich aber schade, denn die Lebensuhr läuft schließlich immer weiter.
Auf die Idee, dass man sich für seine Leistung am Tag belohnen könnte, bin ich noch gar nicht so richtig gekommen. Dabei habe ich es ja immer so gemacht, indem ich mir eine Zigarette angezündet habe.
Oh, ich belohne mich schon. Ich gehe gerne einkaufen, kaufe mir ein schönes Buch oder sonst eine Kleinigkeit.
Aber ich habe auch die Neigung die Zigarette mit Süßigkeiten zu ersetzen. Es ist wohl die Leere, die man in sich spürt, die ausgefüllt werden will. Dann jedoch beginnt gleich mein nächstes Problem. Fressattacken - die Unlust zum Sport zu gehen - setze ich mit Disziplinlosigkeit gleich. Das hieß bislang immer, wenn ich dies nicht schaffe, schaffe ich den Rauchausstieg auch nicht.
Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich machen kann, für mich ist es schwer das nun auszudrücken, was ich bislang nur empfunden habe. Obwohl ich schon oft mit meinem Mann darüber gesprochen habe. Und er sagt, dass ich zu streng mit mir bin.
Julia hat geschrieben, dass sie sich keinen Druck gemacht hat. Ich glaube, dass die Überzeugung im Inneren ankommen muss, dann brauchst du auch keine Ersatzdroge.
Liebes Schlumpfinchen.
Das ist eine neue Anregung von dir, die ich jetzt für mich einfach mal ausprobieren werde.
Du kennst ja den Spruch. Probieren geht über Studieren.
Liebe Andrea,
ja genau, vielen Dank, gegenseitiges Vorbild, das klingt gut. Und ja die Musik. Mein Mann hört leidenschaftlich gerne Musik. Bei mir ist das schwierig. Ich habe noch einen zusätzlichen Sender, den ich an der Musikanlage anschließen kann und der dann direkt auf meine Hörgeräte sendet. Der Nachteil ist, dass ich mich dann nicht mehr unterhalten kann. Und unterhalten tun wir uns beide eben auch furchtbar gerne. So geht immer nur das eine oder das andere.
Alleine könnte ich natürlich auch Musik hören aber es strengt mich nach kurzer Zeit ziemlich an.
Ab und zu ein bisschen Selbstmitleid darf sicher sein. Man darf nur nicht darin versinken. Dies ist mir nicht immer gelungen. Zur Zeit habe ich aber eine gute Balance. Denn du hast Recht, das Leben ist schön.
Bei mir ist es noch nicht einmal so die Sucht nach dem Nikotin sondern eher die Rituale, die mit der Zigarette verbunden sind und da fällt es mir schwer, etwas anderes zu finden.
Heute geht es mir aber gut und mir der Disziplin stimmt es auch. Ich gehe jetzt zum Sport.
Für heute wünsche ich euch allen einen schönen Tag.
Heee Schlumpfinchen. Ich habe gedacht, du bist in Tirol???
LG Uli