Liebe Nadine,
du beschreibst den ganz normalen Suchtwahnsinn.
Ich sehe mich vor zehn Jahren, da ging es mir genauso, wie Du es beschreibst. Eigentlich wollte ich nach fünf Jahren, mit 20 schon aufhören. Heute bin ich 40 Jahre alt und habe gerade drei stolze Tage ohne Zigarette geschafft. Es macht mich traurig, wenn ich an all die Jahre denke. Und ich frage mich, ob man immer erst ganz unten aufschlagen muss, bis es klappt. Ich bin gerade seit neun Wochen krank, so krank, wie noch nie vorher in meinem Leben. Erst jetzt schaffe ich einen neuen Rauchstoppanlauf. Muss es erst so weit kommen? Ich bin klug, fleißig, belesen, liebe meinen Sohn, aber der Sucht gegenüber habe ich mich benommen wie eine Idiotin ... Stand genauso wie du in der Garage und habe heimlich geraucht... wen haben wir da eigentlich betrogen, Nadine? Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du den Absprung schaffst! Lese die Berichte hier auf diesen Seiten, wenn Du Zeit hast. Mir hilft das bei meinem erneuten Versuch, die Sucht zu besiegen, sehr.
Hast Du schon die Hilfen zum Ausdrucken entdeckt? Dort kannst Du z.B. Deine typischen Rauchmuster untersuchen. Warum diese Zigarette in der Garage? Welche Erwartungen? Welche Gefühle vorher und nachher? Erwartungen erfüllt durch Zigarette? ........ Ich fand es erstaunlich, wie unterschiedlichst meine Rauchgründe waren und wie haltlos... Erkenntnis hilft der Motivation...
Viele Grüße
ManyLu