Hallo PeterPan,
ich sag nur... elf rauchfreie Jahre wieder drangegeben. Nach elf Jahren wieder angefangen. Weil: "Die eine wird mir schon nicht schaden, dazu bin ich zu lange aus der Nummer raus". Ja vergiß es. Und deshalb bin ich heute hier, nicht nur weil ich selber mit dem Forum aufgehört habe und von der Idee des gemeinsamen Aufhörens überzeugt bin, und nicht nur um Aufhörwillige anzufeuern (das auch!), sondern auch um allen, die es schaffen wollen oder vielleicht schon geschafft haben, als schlechtes Beispiel zu dienen. Glaube bitte niemals, daß Dich ein Zug nicht wieder zurück an die Zigarette bringt. Ein Raucher, der aufgehört hat, wird nie mehr Nichtraucher, sondern ist und bleibt ein Raucher, der nicht mehr raucht. Sag ich immer.
Aber erstmal aufhören, das ist eine sehr gute Entscheidung zu der ich Dir gratuliere! Sowie zur anderen Seite der Mutterschaft, auch dazu meinen herzlichen Glückwunsch.
Weißt, die Entzugserscheinungen... also ja, die können auftreten, aber es verläuft ja jeder Entzug anders. Und jeder Entzug in Wellen. Das bedeutet erstens, daß man niemals prognostizieren kann, ob und wie sehr einen Aufhörer die Entzugserscheinungen beuteln. Vielleicht gar nicht oder nur sporadisch, wer weiß. Meinen ersten Entzug habe ich auch als streßfrei erlebt! Vielleicht ist es ja bei Dir ähnlich. Und zweitens bedeutet es, daß, selbst wenn Du Entzugserscheinungen verspürst, diese ja nicht die ganze Zeit über da und gleich stark sind. Selbst wenn sie Dich treffen, so treten sie auch mal in den Hintergrund.
Die Entzugserscheinungen sollten daher kein Grund sein, das Rauchen nicht aufzuhören. Und schon gar kein Grund für Angst. Denn vielleicht finden sie ja gar nicht so prominent statt .
Und falls Du mal einen Schmachter aushalten müssen solltest, so nimm ihn an und sei Dir sicher, daß Dich jede ausgesessene Schmachtattacke weiter von Deiner Sucht wegbringt, Dich der Sucht gegenüber stärker macht. Dreh die Denkweise um, sag ja, komm her, Dir werd ich schon zeigen wer stärker ist.
Und ein praktischer Hinweis zur der ersten Zigarette am Morgen, wenn Dir die bisher so wichtig war: Versuch doch mal die Situation, in der Du sie immer rauchst, umzugestalten. Trink den Kaffee woanders als da, wo Du dazu immer geraucht hast, oder gar nicht, trink einen Tee oder O-Saft. Trenne das morgentliche Ritual von der Zigarette, löse die Verknüpfung auf. Schlaf vielleicht eine Viertelstunde länger... mach irgendwas anders. Verstehst, Raucherentwöhnung über die Änderung von Verhaltensweisen und die Auflösung von Verknüpfungen. Im Auto rauchen? Nee, zuckerfreie Bonbons lutschen. Nach dem Essen rauchen? Nee, ein Glas Mineralwasser trinken oder Zähne putzen. Vor Langeweile rauchen? Nee, ablenken!
Jetzt wünsche ich Dir viel Erfolg, komm wieder und berichte oder frage, wenn Du Fragen hast. Es ist eigentlich immer jemand hier, der was dazu sagen kann (hast Du ja schon gemerkt nicht?). Viel Erfolg Peter Pan, ich freu mich Dich wieder zu lesen. Es grüßt
Lydia