Hallo Greta,
herzlich willkommen, ich freu mich daß Du den Weg hergefunden hast.
Ja ich finde auch, drei Jahre rauchfrei sind ja schon mal eine Hausnummer! Was hat Dir damals geholfen, rauchfrei zu werden? Welche Erfahrungen hast Du bei der Entwöhnung, auf die Du jetzt zurückgreifen könntest? Möglicherweise fühlt sich der nun vor Dir liegende Entzug anders an als der letzte (ich hab auch zwei im Abstand von einigen Jahren hinter mir, und die hatten im Prinzip kaum Gemeinsamkeiten...) - aber dennoch hast Du vielleicht vom letzten Mal noch Ersatzhandlungen oder Ablenkungsmanöver in petto, die Dir geholfen haben? Oder Erfahrungen, in welchen Situationen Du am meisten umfallgefährdet bist? (Zumindest das hatte ich auch meiner ersten Rauchfrei-Karriere mitgenommen.)
Und was sind Deine Motive, jetzt wieder aufzuhören? Was hast Du in der rauchfreien Zeit genossen, was willst Du zurück haben? (Ich habe meine gesamte zweite Raucherkarriere über der Nichtraucherzeit nachgetrauert - ich hab´s gehasst! So glücklich, wie ich heute mit dem Nichtmehrrauchen bin, ist es nur schwer zu begreifen, warum ich nicht gleich wieder aufgehört habe - aber ich weiß, daß es die Sucht war...) Artikuliere Deine Motivation für Dich, halte sie Dir gut vor Augen, und krame sie jederzeit hervor, wenn Du Dich daran erinnern willst oder mußt.
Und schließlich: wie ist es geschehen, daß Du wieder angefangen hast? Denn das ist offensichtlich eine Schwachstelle von Dir (ich verrate Dir auch was meine war: eine schon länger schwelende latente Streßsituation, gepaart mit der grenzenlosen Arroganz meinerseits, daß ich "ja schon so lange rauchfrei" und bestimmt "clean genug" wäre, daß mir "nur mal eine nicht gefährlich werden" könnte), in der Dich die Sucht auch wieder zurückholen könnte. Diese zu kennen, ist eine ganz wichtige Erfahrung auf Deinem Weg in die dauerhafte Rauchfreiheit und wird Dir später nach der Entwöhnung gute Dienste leisten.
Zu Deiner Kaffee-Frage: Also wenn der Kaffee für Dich mit der Zigarette untrennbar verbunden ist, sodaß Du aus der Situation des Kaffeetrinkens allein schon eine Schmacht generieren würdest, dann würde ich auch zumindest die erste Zeit lang mal anregen, den Kaffeeverzicht zu versuchen. Wenn Du Dich dazu bereiterklären kannst. Allerdings wenn Dir der Kaffee so wichtig ist (wie mir, Lebenselixier!!!), dann solltest Du versuchen, die Situationen anders zu entkoppeln, denn dann solltest Du nicht zusätzlich zur Entwöhnung, die ja schon mal so ein wenig Verzichtsgefühl heraufbeschwören kann, noch zusätzlich auf etwas verzichten, das Dir gut tut und behagt. Du sollst Dich ja nicht für den Rauchausstieg bestrafen - lieber belohnen!
Was machst Du morgen noch so zur Vorbereitung? Und wie hast Du Dir den Mittwoch vorgestellt?
In jedem Fall hast Du eine gute Entscheidung getroffen. Und hey - klar schaffst Du das. Ich habe es auch nochmal geschafft. Das Nichtrauchen war doch eigentlich prima oder nicht? Da wollen wir wieder hin - also komm, packmers zusammen.
Viele Grüße sendet Dir
Lydia