Hallo Klaus,
herzlich willkommen hier bei uns Aufhörern. Ich freu mich daß Du zu uns gefunden hast. Der Entschluß, das Rauchen zu lassen, ist gut und richtig und ich gratuliere Dir hierzu!
Du wirst nicht nur feststellen, daß man sich hier ganz gut austauschen, Tipps holen, den Frust von der Seele schreiben und auch mal zünftig jammern kann (wenn der Entzug zwickt, muß das auch mal sein, ist erlaubt und hier gut angebaut), sondern auch, daß viele hier Deine Erfahrung teilen, nach Jahren der Rauchfreiheit wieder rückfällig geworden zu sein. So auch ich, bei mir waren es genau elf an der Zahl. Ich glaube, das was uns immer rückfällig werden läßt, ist das in uns verbliebene Suchtgedächtnis, das uns mit Ideen wie "eine wird mir nach so langer Zeit schon mal nichts schaden", "ich hab das im Griff" oder "mal sehen ob es noch 'schmeckt' " zurückholt. Da reicht dann auch schon eine, und schon stecken wir wieder mitten drin. Reden uns vielleicht noch ein, daß wir ja eigentlich gar nicht wieder rauchen, jederzeit aufhören könnten, der Konsum mag sich auch langsam erst wieder aufbauen. aber meiner Meinung nach sind wir nach einer wieder dabei.
Ich denke daher, Deinen Wunsch, es ein für alle Mal zu lassen, kannst Du sicher umsetzen - darfst halt solchen Gedanken nicht mehr auf den Leim gehen. Aber diese Erfahrung hast Du - haben wir! - ja jetzt, nun können wir sie umsetzen. Mit einem konsequenten "Nein danke!". Das ist allerdings, diese Erfahrung wirst Du ja im Prinzip auch haben, nach vollzogener Entwöhnung kein Kampf mehr. Das ist machbar, denkst Du nicht?
Was läßt Dich vermuten, daß es dieses Mal schwieriger sein wird als zuvor? Hast Du Lust uns Deine Bedenken mitzuteilen? Vielleicht kennt sie jemand und kann Dir erzählen, wie er selbst damit umgegangen ist.
Bis kommenden Samstag kannst Du Dich ja noch ein wenig vorbereiten, was hältst Du davon? Es gibt zum Beispiel ein kostenloses Startpaket, das neben einer Broschüre mit Tipps und ein wenig Hilfestellung für die Entwöhnung noch andere Hilfsmittelchen enthält, einen Relaxball zum Kneten bei Streß z.B., einen Handbestand Pfefferminz (scharfer Geschmack dämpft Schmacht, also ran an die scharfen Bonbons, Kaugummi oder Mundspülung) und einen lustigen Kalender für die ersten 100 Tage. Du bekommst es hier:
http://www.bzga.de/infomaterialien/foerderung-des-nichtrauchens/rauchfrei-startpaket/
Ferner könntest Du Dir ja mal überlegen, in welchen Situationen Du gewohnheitsmäßig zu rauchen pflegst, und diese ab Deinem Starttag anders gestalten bzw. vermeiden. So kannst Du vorab schon ermitteln, wann es zu Rauchgelüst kommen dürfte und die Situation so ändern, daß das Gelüst eben nicht aus der Situation heraus entsteht. Wenn Du zum ersten Kaffee morgens geraucht hast, so überlege einen vorübergehenden Umstieg auf Tee, oder einen anderen Platz zum Kaffeegenuß einzunehmen. War es im Auto? Halte hier Bonbons vor. Nach dem Essen? Putz die Zähne. Oder hast Du bislang eine Raucherecke auf der Arbeit besucht? Meide diese die nächste Zeit.
Und lies Dich doch auch auf dieser Seite ein. Der Reiter "Informieren" stattet Dich mit viel Wissen aus, was bei mir absolut entscheidungsfestigend gewirkt hat, der Reichter "Aufhören" bietet Dir Tipps und Hilfestellung.
Daß Du derzeit ein wenig aufgeregt bist, ist verständlich. Ich meine, Du bist gewillt, nächste Woche Gewohnheiten, ja vielleicht sogar die Strukturierung Deines Tagesablaufes umzuwerfen (also bei mir war es so: mein Tag war absolut von Zigarette zu Zigarette durchstrukturiert), Deine "Krücke" in allen Lebenslagen wegzuschmeißen (ich mein, was haben wir denn erstmal gemacht, wenn wir gestreßt, verärgert, traurig, hocherfreut, zufrieden, entspannt oder gelangweilt waren? Geraucht!) und all diese Situationen ohne zu bewerkstelligen. Das kann einen doch etwas beklemmen, das verstehe ich schon. Aber sieh bitte zwei Aspekte: erstens schaffen es Nichtraucher, die von je her rauchfrei sind, das ja auch und zwar sehr gut, und zweitens hast Du doch selbst schon bemerkt, daß Du das Rauchen in rauchfreien Zeiten nie vermißt hast. Also mußt nicht aufgeregt sein.
Bereite Dich in aller Ruhe vor Klaus, und dann hör entspannt auf und schau mal wie es läuft. Und egal was Dich umtreibt, trage es hierher und dann schauen wir situativ, wie wir es umschiffen können. Einverstanden?
Ich hoffe bald wieder von Dir zu lesen. Erstmal einen schönen lauen Sommerabend für Dich von
Lydia