Hi Jazzy,
herzlich willkommen auch von mir in der Gemeinschaft der Aufhörer. Und ich beglückwünsche Dich zu Deinem Entschluß und dessen Umsetzung. Super daß Du schon eine ganze Wochen durchhältst!
Daß Du geistig noch die ganze Zeit mit nichts anderem als dem Rauchen (bzw. dessen Unterlassung) beschäftigt bist, ist völlig normal. Noch ist das Nichtmehrrauchen ein Ausnahmezustand, noch nicht fest in Deinem Leben, Deinem Tagesablauf, Deinen Routinen etabliert. Egal was Du machst, es ist noch präsent. Dazu gesellen sich Entzugserscheinungen (die übrigens auch alle völlig normal sind, auch die Stimmungsschwankungen sind hier keine Unbekannten) - gerade am Anfang ist das Nichtmehrrauchen ein Fulltimejob! Laß Dich davon nicht ängstigen, das ändert sich. Dir stehen Phasen bevor, in denen Du nicht ans Rauchen denkst, in denen Du Kraft schöpfen kannst und einen Vorgeschmack auf die Freiheit bekommst, die Du Dich erarbeitet hast, wenn Du die Entwöhnung ausgestanden hast. Es wird besser!
Was die Stimmungsschwankungen angeht: Auch damit bist Du nicht allein. Viele hier berichten von Tiefs unterschiedlicher Art, und ich selber war auch von einer Art, na sagen wir mal Kollisionsbereitschaft erfaßt, die so für mich eigentlich nicht gerade typisch ist. Aber auch da kann ich Dir erstens versprechen: das vergeht. Es reguliert sich ein, Du findest schon wieder zu Deiner Mitte zurück. Zweitens: Kannst Du vielleicht mit Dir selber einen Kompromiß schließen und Dir gewissen Launen einfach zugestehen? Ich meine, Du machst hier schließlich was Außergewöhnliches, was Großes, das nicht immer uneingeschränkt einfach ist, da sind Schmacht, Entzugserscheinungen und die Neuordnung körperlicher Prozesse. Da kann man doch schon mal etwas meckerig werden, denkst Du nicht? Also gestehe es Dir zu - bitte vielleicht die Menschen in Deinem Umfeld um ein wenig Nachsicht, vielleicht Unterstützung, Du kannst ihnen zusichern, daß dieser Zustand ein vorübergehender ist. (Weiß ich weil selber erlebt: bin auch wieder ich selbst geworden.) Und drittens sind auch Belohnungen ein höchst geeignetes Mittel, die Laune wieder zu heben. Und völlig legitim, denn nochmal: Du leistest ja auch was. Also wie wäre es mit einer schönen Belohnung zum Beispiel jetzt auf die erste gewuppte Woche? Und für weitere persönliche Meilensteine - oder einfach dann wenn Du es brauchen kannst? Gönne Dir was.
Ich finde es super daß Du aus dem fahrenden Karussell abgesprungen bist Jazzy. Und eins kann ich Dir versprechen: Wir sind ungefähr genausoviel Superheld wie Du. Du kannst das auch. Hierbei viel Erfolg wünscht Dir
Lydia