Tach du Liebes, ich noch mal:oops:
ich hatte gestern schon mal geschrieben, dann hat wer nen Kurzen fabriziert, PC aus... und typisch Forum; überall erstellt die Kiste automatisch ne Sicherheitskopie, bloß hier nicht:roll:
Erstmal danke für deine Glückwünsche und das Geschenk.
Ich versuchs mal noch so: Zu Rauchzeiten, erinnerste dich? Eh wir von der Fete nach Hause gingen "ach, noch eine Rauchen und dann"... Bei jeder sich bietenden Gelegenheit wurde erst eine geraucht. Tolle Nachrichten waren genauso ein Grund jetzt unbedingt eine zu rauchen, wie Negatives; zumindest bei mir.
So denke ich, hat die Kippe IMMER egal was abgepuffert (und uns dabei aber auch viel Zeit gekostet), weil während du die Kippe anzündest und das im Hals fürchterlich kratzende, unwohlschmeckende Gift inhalierst und wieder auspustest, kannste dich nun mal grad nicht sooo doll aufregen (oder freuen), bist ja beschäftigt. Weiß nicht so recht, wie das in Worte packen. Ich finde, der Klaus hat recht mit diesen Worten: "Ich denke man sollte sich diese 5 Minuten in anderer Form schaffen, diese Filterfunktion der Zigarette in anderer Form ausleben". Diese Filterfunktion fehlt dir sicher eher weniger, wenn du dich gerade über irgendwas total freust, ungefiltert? Oder ist das bei dir nicht so, dass auch positive Dinge eine völlig neue Intensität bekommen haben?
So belanglose Dinge; erstmal noch eine drehen, bevor ich... telefoniere, die Waschmaschine anstelle, einkaufen gehe, mich ans Bügelbrett stelle, dies oder egal was tue..., das ging fix ohne Kippen, fand ich. Auch bei Hektik und Stress oder Ärger hat sich bei mir recht schnell das Gefühl einstellt, boah wie gut, dass du nicht mehr rauchen musst, weil ich sehr schnell den positiven Effekt bemerkte (sicher nicht in der ersten Woche:roll:), dass ich mich dabei auch sortierter und besser fühlte und natürlich schneller durch die Situationen durch war.
Schwierig - das hab ich letzte Woche echt überrascht festgestellt (eine solche Situation hatte ich zuletzt zu noch Rauchzeiten) - wirds bei mir, wenn mich emotional was so richtig belastet, mir was auf der Seele liegt. Ich hatte ein verdammt schlechtes Gewissen mit mir rumgeschleppt und gleichzeitig das Gefühl, ist doch nicht meine Schuld, ging mir also so richtig ans Herz, wusste nicht wie wieder gerade rücken, ohne mich zeitlebens verbiegen zu müssen... kennste das Gefühl, wenns einem auch noch den Appetit verschlägt? Hatte auch niemand zum drüber reden und verarbeiten, ich hätte vor die Wand laufen mögen, weil ich dabei noch so funktionieren musste, dass mir das niemand anmerkt. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine, weil alles andere würde zu weit führen. In den Tagen ging mir wirklich nur von der Hand, was der Alltag mir zwingend abverlangte. Da hat´s mir gefehlt, die Raucherei, obwohl ich keine Lust danach hatte, paradox, ich weiß. Einfach, weils immer so einfach war, wenn sonst nix mehr geht, hab ich halt geraucht und wenigstens das getan. Schwer zu beschreiben, hoffe, du kannst mir folgen. Das war so anders, als meine sonstigen "Schattentage", wie ich sie hier gerne zu nenne pflege, wenn mir mal alles schwer von der Hand geht, weil... die Hormone verrückt spielen, es vielleicht am trüben Wetter liegt oder woran auch immer.
Es war nicht die Sucht nach Nikotin, die mich angenagt hatte, sondern einfach nur die Handlung des Rauchens, eben wenigstens das zu tun, davon bin ich überzeugt. Denn ich erinnere aus der Vergangenheit, dass es mir auch zu Rauchzeiten in der Situation genauso lange ebenso beschissen ging; ergo: Das Nikotin hat damals auch nicht geholfen. Das Rauchen hat mich damals bestensfalls beschäftigt, ohne dass es mir deshalb besser gegangen wäre. Ich war bloß gewohnt, in einer solchen Situation zu rauchen. Das mit dem Entkoppeln hab ich glaub ich grad kapiert:oops:...
Du schreibst, ihr seid 40 Jahre verheiratet und du hast das Gefühl, ihr kennt euch kaum. Schon mal drüber nachgedacht, dass ihr euch als Raucher vertraut ward, nun aber Nichtmehrraucher seid? Euch also da vielleicht auch ein Stück neu entdecken müsst/dürft? Garantiert erlebt dein Mann doch auch solche Gefühlsachterbahnen, könnte ich mir vorstellen, was du ja eigentlich bestätigst, mit den Gedanken bis hin zur Scheidung. Damals. Beim letzten Rauchstopp. Da wurde es doch auch irgendwann besser, oder? Versuch dich daran zu erinnern, wenns dich wieder drückt...
Hey, wir stehen das alles durch. Wir wollen doch dazu beitragen, dass irgendwann mal die 10%-Hürde geknackt wird, oder? Soweit ich gelesen habe, liegt die Erfolgsaussicht dauerhaft rauchfrei zu bleiben bei mageren 5%. Wir wollen doch echt mal keine Mitläufer sein, oder:wink:?
Hertalein, wir sind Ausreißer:P, schwimmen nicht mit der Masse, wir sind stark, wir sind einfach toll8).
Irgendwann wirds gut, dann juckt´s uns überhaupt nicht mehr, ich glaub dran! Bleib tapfer:smileumarmung:
Jep, ich belohn mich heut noch! Am Anfang mussten das Dinge sein, die ich anfassen konnte; immer wieder. Heute darfs auch mal was Vergängliches sein, so ne Massage ist schon toll...
Komm, wir freuen uns mal fix ne Runde, dass du schon 104 Tage durchgehalten hast. Erinner dich wieder an die Freude inne Kekse:P
:balloonsheart: