Willkommen Petra,
schön daß Du Deinen Weg zu uns gefunden hast! Und meinen Glückwunsch zu Deinem weisen Entschluß, das Rauchen aufzugeben. Und ja, es ist zu schaffen, viele hier haben es vorgemacht, und das kannst Du auch.
Natürlich ist Deine Erkrankung ein guter Grund dafür aufzuhören, das wissen wir beide. Doch mehr noch, Du sagst, Du willst endlich nicht mehr abhängig sein - in meinen Augen fast ein noch stärkeres Motiv! Es ist Dein Wunsch, Dein Wille, Du holst Dir jetzt Deine Selbstbestimmung zurück, läßt Dich nicht mehr von der Sucht bossen. Sehr gut - halte auch dieses Motiv immer hoch! Ab jetzt wird gemacht, was Du willst, nicht mehr was die Sucht Dir vorschreibt.
Darum laß Dir doch anbieten, Dein Anliegen umzuformulieren: Du mußt nicht aufhören, es muß nicht gelingen, da sind ja soooo viele Müssen, so viele Verpflichtungen drin. Klingt nach Druck, den brauchen wir hier nicht und wollen wir gar nicht aufbauen. Nein Petra, geh es ganz gelassen an. Du willst es jetzt packen - bravo. Also gehst Du es an, steigst aus, weil es Dein Wunsch ist. Und solltest Du doch einmal ausrutschern - ist nichts verloren, sowas kommt vor, dann überlegen wir gemeinsam, woran es lag und wie Du vergleichbare Situationen beim nächsten Mal anders bewältigen kannst, und Du gehst Deinen Weg weiter. Wegen eines Ausrutschers ist das Aufhören nicht beendet. Es gibt nichts zu verlieren - nur zu gewinnen.
Vielleicht hilft es Dir auch, den Weg nicht als ganzes zu betrachten, sondern in Etappen zu zerlegen. Formuliere nicht "ich werde nie mehr rauchen", das kommt einem so gewaltig und unüberschaubar vor. Wenn die Schmacht kommt, dann sage "nein Danke, jetzt nicht." Es geht nur um den momentanen Schmachter - und das ist doch wohl zu schaffen, meinst Du nicht? Mit dieser Denkweise sind schon viele Aufhörer besser zurecht gekommen als mit dem Gedanken, nie mehr zu rauchen. Du eventuell auch?
Du bist das zweite Mal bei Rauchfrei? Welche Erfahrungen hast Du denn dann schon mit dem Ausstieg gemacht, die Dir eventuell geholfen haben, die Du wieder verwenden könntest? Und hast Du aus der bisherigen Erfahrung heraus vielleicht Fragen? Immer her damit.
Für morgen wünsche ich Dir einen streßfreien Ausstieg, komm jederzeit her, wenn es Dir Bedürfnis ist, und schreib Dir die Entwöhnung von der Seele. Wir lesen uns! Freundlich grüßt
Lydia