09.04.2019
19:21 Uhrbearbeitet:
09.04.2019
19:24 Uhr
Hallo Linusundlynn...
Erstmal Glückwunsch fürs Stöbern im Netz und zur Landung bei uns im Rauchfreiforum der BZgA, Du hast die beste Wahl getroffen.
Und Glückwunsch zu den 12 d =12 Tagen, wenns auch nach all der Zeit ein wenig schwer gefallen ist. Nun, ich finde, nach einer so langen Karriere mit den Tabakwaren darf das schon mal ein paar Tage auffallen, wenn dem Körper etwas zu fehlen scheint, wo es doch sooooo lange scheinbar unaufgefordert und automatisch Nachschub gegeben hat.
Bei jedem Betroffenen fällt der Rauchstopp und die Entgiftung anders aus und die empfundenen Gefühle ähneln sich allenfalls.
Ich selbst hatte es vor 6 Momaten ziemlich leicht, mich zunächst zu entgiften und dann zu entwöhnen. Ich beklagte nur Schlafschwierigkeiten und etwas Schwitzen, das alles aber ging mittelfristig wieder weg.
Deine einleitenden Sätze sind aber ein gutes Indiz dafür, dass die Beschwerden sich womöglich in Grenzen halten werden, keine Garantie, aber es liest sich so.
Also die Entgiftung ist bei Dir wahrscheinlich schon Geschichte, es folgt jetzt eine weitere wichtige Phase: Die Entwöhnung, die Abkehr von den lieb gewonnenen Gewohnheiten, die Verkoppelung des Rauchens mit anderen Gelegenheiten...die erste am Morgen, die zum Kaffeee, die nach'm Frühstück, die im Auto, die vor dem Betrieb, in der Pause, mach Feierabend, nach dem Sex, zum Fernsehen usw.....Du kannst die Liste aus eigener Erfahrung ins beinahe unendliche fortsetzen.
Und auch diese Phase ist von Individuum zu Individuum verschieden - wir sind alle einzelne Menschen mit unserer eigenen Vita, Geschichte, Vorlieben, Neigungen, Abneigungen, Beeinträchtigungen etc.
Wenn Du nach sooo kurzer Zeit bereits reflektieren kannst, dass Du 90 min. gar nicht an Kippen gedacht hast, sind Deine Vorrausetzungen nach meinem unmaßgeblichen Dafürhalten gut, dass Du Dir nicht allzuviel und allzulange Gedanken darüber machen musst, wann es besser wird.
Bei mir war es nach 4-6 Wochen komplett vorbei, man spricht von gelegentlichem Wiederaufflackern nach 3 Tagen, 3 Wochen und drei Monaten...ist aber bestimmt nur eine Formel, um es greifbar zu machen.
Natürlich kommt der Gedanke an Kippen ab und an nochmal auf, aber sie sind ja auch nach wie vor auf der Welt, es gibt immer noch genug Raucher....also Berührungsfläche gibts weiter hin. Aber es belästigt mich persönlich überhaupt nicht und es kostet keine Kraft, auf Dauer zu entsagen....ganz anders als bei vielen anderen die ich kenne und die auch noch nach längerer Zeit der erfolgreichen Abstinenz enorme Probleme haben können.
Du wirst gelegentlich bestimmt etwas Zeit haben, Dich etwas weiter ins Forum einzulesen - Du wirst eine Menge netter Menschen mit ihrer jeweils eigenen Historie und dem eigenen Ausstieg kennen lernen - wir sind alle total verschieden und bilden insofern auch die normale Gesellschaft ab. Aber uns alle eint ein Ziel:
Der Tabakabhängigkeit zu entsagen und rauchfrei zu werden, damit wir ein besseres, gesünderes und erfüllteres Leben haben können.
In diesem Sinne, wenn Du Fragen hast, wende Dich gerne an mich, einen anderen Lotsen oder einen unserer vielen lieben Gemeindemitglieder, die gleichfalls überaus kompetent sind, Neuhinzukommende entsprechend zu guiden.
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Alles Gute für Dich, fühl Dich wie zu Hause bei uns, Michael