Hallo Laby, ich bin sehr bestürzt, dass es Dir so mies ergeht. Was aber würde Dir eine Zigarette jetzt bringen....außer dem Gefühl, die Durststrecke, die Du bereits erfolgreich hinter Dich gebracht hast, für den sinnlosen Versuch, es Dir mit Zigarette besser gehen zu lassen, geopfert zu haben?
Natürlich ist das schwer, den ganzen Tag mit rauchenden Mitmenschen konfrontiert zu werden...es gibt aber auch soviele andere Momente und Ereignisse, die es bei anderen besonders schwer machen...evtl. rauchende Lebenspartner, schwierige Lebenslagen, Sorgen, Ängste und Nöte....wir sind alle gleich aber auch alle total verschieden.
Ich versuche mir gelegentlich vorzustellen, wie das auf mich wirken würde, wenn ich in einer so belasteten oder auch belastenden Umgebung arbeiten müsste....ich hatte Freunde und Mitmusiker, die mich dann und wann schamlos zugequarzt haben...es hat mir wenig bis nix ausgemacht....mich völlig kalt gelassen....ich hätte Dir gerne einen Tip aus Erfahrung gegeben, wie man damit umgehen kann.
Halte mich bitte nicht für den Hero vor dem Herrn, es gibt nichts, aber auch gar nichts, was mich in besonderer Weise auszeichnet oder für einen lockeren Ausstieg ohne große Probleme qualifiziert oder prädestiniert....ich hatte einfach nur Glück!
Gibt es eine weitere Entwicklung bei Deinen Gefühlsausbrüchen? Hast Du einmal für Dich überlegt, die Hotline anzurufen wenn Du glaubst, dass es für Dich nicht mehr auszuhalten ist?
BZgA-Beratungstelefon zur Rauchentwöhnung, Tel. 0 800 8 31 31 31* (Montags bis Donnerstags von 10 bis 22 Uhr, Freitags bis Sonntags von 10 bis 18 Uhr). Die Nummer kann kostenfrei erreicht werden. Ein Versuch schadet überhaupt nix...kann nur nützlich sein.
Bitte versuche in Deinem Interesse, es weiter durchzustehen, es wird nicht ewig dauern. Und wenn Du das hinbekommst, darfst Du megastolz sein, weil Du einen harten Kampf gewonnen hast. Das wiederum habe ich nicht. Ich hatte nur Glück.
Keep on your good work, Michael