Liebe Oboe, Liebe Nadja,
Danke für Eure Geschichten. Respekt. Hier meine:
.... meine ersten Zigaretten ... rauchte ich alleine. Nicht aus einem bestimmten Grund, sondern um mir zu beweisen, dass ich mit meiner Volljährigkeit all das tue, was mir vorher verboten war. Es folgten auch noch andere -"schlimme"- Sachen...
Es war wie eine verspätete Trotzphase. Ich bin zu wenig Selbstwert erzogen worden.
Das habe ich jetzt als Nichtraucherin entdeckt: Ich bin ein wunderbarer Mensch! Ich bin nicht allein!
Auch ich habe mir damals Hilfe geholt. Als junge Frau und Mutter hatte ich aufgehört zu rauchen, nach drei Wochen heimlich wieder angefangen. Zugenommen, depressive Stimmungen gehabt.
Heute als Wechseljahre-Oma habe ich das erste Mal im Leben etwas gaaaaanz Großes geschafft: Ich rauche nach 36 Jahren nicht mehr! Ich begegne mir selbst jetzt mit Respekt, Anerkennung und Freude!
Das innere Kind in mir hat heute gelernt, wie schön die Welt ist!
Liebe Oboe, du schreibst, dass du dich nicht gut belohnen kannst. Ich musste das auch lernen. Ich bin mit einem Buchenblatt angefangen, was in meinen Fahrradkorb gelandet war. An der Häuserecke, wo ich immer Stopp gemacht habe um eine vor der Arbeit zu rauchen, habe ich mir dieses Blatt mal genau betrachtet. Die Farbe, bin die Form abgewandert mit meinem Blick, habe mir den alten Baum vorgestellt, an dem das Blatt saß und den jungen Keim, der dieser Baum mal war....Ich fühlte mich b e l o h n t durch meine neu erworbene Wahrnehmung und Dankbarkeit.
Ich glaube, dass die Therapie für dich wichtig und richtig ist. Vielleicht wäre zusätzlich ein "Achtsamkeitstraining" für dich gut. Da gibt es Kurse. Wenn die voll sein sollten oder zu teuer ... es gibt Blätter genug:wink:
Toitoitoi-Hugs!
Maroditis