Liebe Tina, deine Avatarin ist 80 geworden habe ich irgendwo gelesen. Und du bist auf einem guten Weg zu 80 Tagen rauchfrei. Oh ich war auch irgendwie genervt und fast verzweifelt, als ich feststellen musste, dass es diesen ganz eindeutigen Endpunkt nicht gibt. Ich hatte ungefähr so viele Tag rauchfrei auf der Uhr wie du jetzt, da habe ich alle Jacken und Taschen nach Zigaretten durchsucht. Sehr unwürdig. Der nächste Schritt wäre wohl dann das Durchsuchen von Müll gewesen. Unser Nachbar raucht, ich hätte sicher ein paar Kippen gefunden :vomit:
Ich habe mich an dem Abend, nachdem ich Gott sei Dank erfolglos, meine Sachen durchsucht hatte, das Beratungstelefon hier angerufen. Der Mann dort hat mir einen sehr guten Tipp gegeben: Wenn die Sucht noch so stark ist, habe ich meine Gewohnheiten noch nicht genug verändert. Und er hatte recht: Ich habe die Suchattacken ausgesessen und ausgehalten. Was am Anfang gut war, aber eben nicht ausreicht.
Es ist wirklich wichtig, sich mit sich selbst und mit der Sucht auseinander zu setzen. Nicht umsonst schreiben hier viele von einer Reise ins Ich. Es ist zwar manchmal wie eine Achterbahnfahrt, aber es kann auch wirklich sehr erhellend und spannend sein.
Ich habe mir das immer so vorgestellt, dass ich mit der Zigarette meine Sinne vernebelt habe und durch den Nebel nicht das ganze Bild sehen konnte. Jetzt sehe ich klarer und das ist wie immer nicht nur positiv. Und immer wenn mich so etwas Negatives (als Beispiel:die Krankheit deiner Freundin) trifft sagt mein Hirn: Sinne vernebeln, du brauchst dir das volle Ausmaß nicht reinzuziehen, brauchst nur zu rauchen....
Das Rauchen bringt aber gar nichts, es macht die Situation keinen Deut besser. Es ist nur eine Ausweichstrategie.
Mit lieben Grüßen Heike