Widrigkeiten statt Unterstützung. So gestern von meinem Hausarzt, von dem ich am ehesten erwartet hätte, dass er mich versteht. Meine Freunde, meine Nachbarn, meine Mutter, alle geben sich ganz viel Mühe, mir zu helfen, mir keine blöden Ratschläge zu erteilen (sollen ja auch Schläge sein), sondern mitzufühlen. Und was macht mein Hausarzt? Ruft mich an, weil er mich nicht mehr als Patientin möchte. Er findet mich aggressiv. Nein, war ich wirklich nicht, obwohl ich auf Entzug bin, und da fände ich es nur menschlich, wenn auch Mal der Geduldsfaden platzt. Allerdings habe ich ihn gefragt, ob er mir die Differenz zwischen seiner und der Diagnose des Lungenfacharztes erklären könnte. Da brach bei ihm der Notstand aus. Mein Hausarzt hatte nämlich behauptet, ich hätte eine gesunde Lunge, während der Lungenfacharzt eine COPD und ein Emphysem diagnostizierte. Ich finde da ist fragen schon Mal erlaubt.
Ansonsten: schön, dass ich ein Wohnzimmer habe, seit 11 Tagen nicht mehr rauche, zwar immer noch Entzugserscheinungen habe, aber gestern solche Lust zum skaten hatte, dass ich dann einfach Mal losgelaufen bin. Vor allem hatte ich Atemluft, seit Monaten eine Rarität. Das war so toll, dass ich 14 km auf unserem Deich gelaufen bin. Hinterher war ich ziemlich alle, aber auch sehr glücklich.