Am Liebsten würde ich den Betreff ändern. Aber vielleicht ist das ganz gut, dass das nicht geht. Schließlich habe ich das letzten Mitwoch so empfunden. Heute, an meinem 6. rauchfreien Tag, kann ich das gar nicht mehr nachvollziehen und es kommt mir lächerlich vor. Und es ist ein bisschen peinlich. Ich habe zwar noch immer Lust auf eine Zigarette. Jetzt gerade, wo ich mit Kaffee am Rechner sitze oder gestern Abend, als ich mit einer Freundin ein Bier trinken war. Aber es ist ein ganz leichtes Gefühl. Es schreit nicht mehr jede Faser: ICH WILL NIKOTIN - JETZT!!!! Und mit dem Flüstern kann ich ganz gut leben.
Ich war am Wochenenden in den Bergen und am Samstag hat vor der Hütte eine Frau neben mir eine Zigarette gedreht. Ich bin dann gegangen. Am Sonntag saß ich vor einer Hütte und eine Frau rauchte und schwenkte ihre Zigarette. Das hat mich nicht groß gestört. Ich habe weder wohlwollend noch missgünstig, noch genervt darauf reagiert. Was ich gut fand.
Ich bin wirklich sehr glücklich, dass ich den Entschluss gefasst habe, aufzuhören. Eigentlich ist eine Kollegin schuld, die meinte, dass sie es nochmal versucht. Und da kam der Gedanke. Ich könnte es ja auch nochmal probieren. Dass es so ernst wird und ich es echt auf die Reihe bekomme, unglaublich. Und das vor meinem 30. :) Alles richtig gemacht. Ich muss aber zugeben, dass ich die ersten Tage richtig viel gefuttert habe. Auch wenn mir klar war, dass ich die Leere nicht mit Essen füllen kann. Aber probiert habe ich es :) Naja, jetzt geht es mir so viel besser, dass es immer weniger wird. Ich nehme ja eigentlich gerade noch in den letzten Zügen ab und am Donnerstag steige ich wieder voll in mein Programm ein. Dann dürfte ich 2 kg zugenommen haben, die ich gleich wieder kille.
Das soll hier eine Art Tagebuch werden. Fall ich mal schwach werden sollte, kann ich gut nachvollziehen, wie glücklich ich ohne die Sucht war und wie sehr es sich zu kämpfen lohnt.
Ich freue mich auf meinen 6. rauchfreien Tag!