[quote=rauchfrei_lotsin_nadja | 22.04.2026 00:00]
Wo ist die Zeit geblieben,
die leicht war wie ein Sommerwind,
als Lachen noch von Herzen kam
und Sorgen leise waren, blind?
Wo ist das unbeschwerte Sein,
das einfach nur im Moment lebt,
nicht ständig „muss“ und „sollte“ hört,
nur atmet, liebt und weiter schwebt?
Warum wird alles oft so schwer,
als müsste man nur funktionieren,
als dürfte man das echte Ich
im Alltag langsam verlieren?
Doch irgendwo in dir ist noch
dieses leise, warme Licht –
das sagt: „Du bist mehr als Pflicht,
vergiss dich selbst im Leben nicht.“
Wach auf – nicht irgendwann, jetzt hier,
das Leben wartet nicht auf später.
Fühl, was du fühlst, auch wenn es bebt,
weil genau das dich wirklich hebt.
Lach, wenn es aus dem Herzen kommt,
weine, wenn es raus muss aus dir,
du musst dich nicht dafür verstecken –
du bist Mensch. Und das genügt dir.
Denn Leben ist nicht nur „bestehen“,
es ist auch fallen, fühlen, gehen,
und wieder aufstehn, frei und echt –
nicht perfekt, nur echt und gerecht. ✨
[/quote]
Hallo Nadja,
dazu fällt mir ein Gedicht ein, das ich vor langer Zeit in einer stationären Therapie geschrieben habe (ok., Gedicht ist etwas übertrieben).
„Mich gehen lassen“ lehrte man mich
sei schlecht!
So ließ ich mich nicht mehr gehen,
hatte mich stets im Griff,
hielt fest an dem, was sein „sollte“
- und blieb stehen -.
Heute bin ich im Weiterkommen so aus der Übung,
dass mir jeder Schritt Angst macht!
“Gut oder schlecht“ -
so lehrte man mich, meine Gefühle zu bewerten.
Die „Guten“ ins Köpfchen und nach außen tragen,
die „Schlechten“ brav runterschlucken!
Ich war so lange „gut“,
bis ich nichts mehr schlucken konnte.
So lernte ich mühsam, mich von „gut“ und „schlecht“ zu trennen
- zu sein, wie ich bin -
und für viele auf einmal
UNBEQUEM!