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23.12.2025 06:44

Nadja´s "Traumwelt"

231
231Beiträge
01.09.2026
16:05 Uhr
Liebe Nadja, ich freue mich so sehr mit der jungen Frau, dass sie sich selbst lieben, vergeben und schließlich loslassen kann. Dennoch lebt in ihr weiterhin das 4 jährige Mädchen, das einsam und unglücklich war. Dieses Mädchen wird nie gehen, denn es ist und bleibt Teil der Frau. Aber je besser die Frau sich selbst liebt, auf sich und ihre Bedürfnisse achtet, sich Gutes tut, sich Fehler verzeihen kann, desto mehr heilt die Seele des kleinen Mädchens und damit die Seele der jungen Frau. Denn es ist dieselbe Seele. Ich wünsche dieser Seele weiterhin einen guten Weg in ihre Gesundung, Selbstbestimmtheit, Selbstliebe. Und die Entscheidung, nicht mehr zu rauchen, ist ein Teil dieses Weges. Wenn du magst, nehme ich die zarte Seele in den Arm, hoffend, dass sie nicht mehr zerbricht, sondern nur noch stärker wird. Liebe Grüße Kyra
01.09.2026
13:49 Uhr
[b][SIZE=2][i]Wenn eine kleine Seele endlich loslassen darf[/b][/SIZE][/i] An manchen Tagen braucht es nicht viel. Manchmal braucht eine Seele einfach nur Mut – den Mut, endlich die richtigen Worte zu finden, um etwas auszusprechen, das viel zu lange im Inneren getragen wurde. Es war einmal ein kleines Mädchen. Ein Mädchen, das keine einfache Kindheit hatte. Sie war gerade einmal vier Jahre alt, als ihre Mama zu ihr sagte: „Wenn du möchtest, dass dein Stiefvater sich freut, dann nenn ihn doch Papa.“ Für ein kleines Kind ist Liebe etwas Wunderschönes – aber auch etwas, das man nicht verlieren möchte. Also tat das kleine Mädchen, was man von ihr erwartete. Sie nannte ihren Stiefvater Papa. Doch da war auch ihr leiblicher Vater. Er konnte und wollte diesen Namen nicht akzeptieren. Und plötzlich trug dieses kleine Mädchen eine Last, die viel zu schwer für ihre kleinen Schultern war. Wenn sie ihren leiblichen Vater besuchte, musste sie darüber nachdenken, was sie sagen durfte und was nicht. Sie hatte das Gefühl, eine Lüge erzählen zu müssen, um niemanden zu verletzen. Dabei hätte dieses kleine Mädchen doch einfach nur Kind sein sollen. Es ging irgendwann gar nicht mehr darum, wer sie mehr liebte. Es ging um Macht. Um Erwartungen. Darum, wem dieses Kind welchen Platz geben sollte. Und irgendwo dazwischen stand eine kleine Seele, die einfach nur geliebt werden wollte. Viele Jahre vergingen. Aus dem kleinen Mädchen wurde eine erwachsene Frau. Eine Frau, die gelernt hatte zu funktionieren, zu schweigen und vieles mit sich selbst auszumachen. Doch manche Dinge verschwinden nicht einfach, nur weil die Zeit vergeht. Man trägt sie weiter. Still. Tief im Herzen. Bis aus einer kleinen Last irgendwann ein schwerer Ballast wird, der die Seele beinahe erdrückt. Und irgendwann kommt dieser eine Tag. Der Tag, an dem man versteht: Ich darf endlich darüber sprechen. Nicht, um jemanden zu bestrafen. Nicht, um alte Wunden wieder aufzureißen. Sondern um selbst frei zu werden. Der leibliche Vater war inzwischen krank. Immer wieder suchte er den Kontakt und erzählte von seinem Leid. Oft nahm er dabei die Rolle desjenigen ein, mit dem das Leben es besonders schlecht gemeint hatte. Und die erwachsene Frau hörte zu. Bis sie eines Tages all ihren Mut zusammennahm und eine Frage stellte: „Was glaubst du, wohin geht die Seele nach dem Tod?“ Es kam keine Antwort. Vielleicht war es auch gar nicht die Antwort, auf die sie gewartet hatte. Vielleicht war diese Frage vielmehr der Anfang von etwas anderem. Später schrieb sie ihm, dass sie ihre Frage nicht böse gemeint hatte. Sie wollte einfach nur wissen, was er darüber denkt. Seine Antwort war typisch für ihn: „Ich bin dir nicht böse. Manchmal bist du frech. Aber du bist doch mein Ein und Alles.“ Sie las diese Worte. Und vielleicht hätte sie früher wieder geschwiegen. Vielleicht hätte sie wieder versucht, es allen recht zu machen. Aber diesmal nicht. Diesmal war sie mutig. Sie antwortete: „Ich bin nicht frech. Ich wollte es einfach nur von dir wissen. Und wenn wir ehrlich sind, haben wir außer den Titeln Vater und Tochter eigentlich keine wirkliche Verbindung.“ Es waren nur wenige Worte. Aber in diesen wenigen Worten lagen Jahrzehnte. [b] Jahre voller Schweigen. Jahre voller Fragen. Jahre voller Dinge, die nie ausgesprochen worden waren.[/b] Und dann geschah etwas ganz Besonderes: Die erwachsene Frau musste niemanden mehr überzeugen. Sie musste nichts mehr beweisen. Sie musste nicht mehr um Liebe kämpfen. Sie hatte endlich ausgesprochen, was ihre Seele schon so lange wusste. Vielleicht war die Verbindung nicht in diesem Moment entstanden und auch nicht an diesem Tag zerbrochen. Vielleicht hatte sie sich über viele Jahre hinweg immer weiter gelöst. [b]Doch an diesem Tag setzte die Frau einen Schlussstrich. [/b] Nicht aus Hass. Sondern aus Liebe zu sich selbst. Und irgendwo tief in ihrem Herzen stand noch immer dieses kleine vierjährige Mädchen. Es hatte so lange versucht, es allen recht zu machen. Es hatte Angst gehabt, jemanden zu enttäuschen. Es hatte geglaubt, zwischen zwei Menschen wählen zu müssen. Doch nun durfte es endlich aufatmen. Denn die erwachsene Frau nahm dieses kleine Mädchen gedanklich in ihre Arme und sagte: [b] „Du musst nicht mehr lügen. Du musst dich nicht mehr entscheiden. Du musst niemandem mehr beweisen, wen du liebst. Du bist frei.“ [/b] Und vielleicht bedeutet Vergebung genau das. Nicht zu sagen, dass alles gut war. Nicht zu vergessen. Nicht das Geschehene schönzureden. Sondern irgendwann zu sagen: [b]„Ich lasse diese Last jetzt los. Sie gehört nicht mehr zu mir.“[/b] Manchmal ist Vergebung ein Geschenk an einen anderen Menschen. Aber manchmal ist sie vor allem ein Geschenk an die eigene Seele. Und manchmal beginnt Heilung genau dort, wo wir endlich den Mut finden, die Worte auszusprechen, vor denen wir ein Leben lang Angst hatten. An diesem Tag wurde niemand besiegt. Niemand gewann. Aber eine kleine Seele bekam etwas zurück, das ihr viel zu lange gefehlt hatte: [b][i][SIZE=2]ihre Freiheit.[/b][/i][/SIZE]
21.08.2026
21:38 Uhr
bearbeitet:
21.08.2026
21:39 Uhr
Das kleine Licht :sun-2: Es war einmal eine Frau, die eines Abends am Fenster saß und das Gefühl hatte, dass das Leben gerade viel zu schwer geworden war. Draußen regnete es. Nicht stark, aber stetig – genau wie die Gedanken in ihrem Kopf. Sie hatte in letzter Zeit so viel erlebt. Menschen waren gegangen, andere hatten sie enttäuscht, und manches, was sie sich von Herzen gewünscht hatte, war einfach nicht so gekommen, wie sie es sich vorgestellt hatte. Sie schaute in die Dunkelheit und flüsterte: „Wann wird es endlich wieder leichter?“ In diesem Moment klingelte ihr Telefon. Eine Nachricht von einem Menschen, mit dem sie schon lange nicht mehr gesprochen hatte: „Ich weiß nicht, warum ich gerade an dich denken musste. Aber ich wollte dir sagen: Du bist ein wundervoller Mensch. Vergiss das bitte niemals.“ :balloonsheart: Sie musste lächeln. Nur ganz kurz. Aber dieses kleine Lächeln fühlte sich an wie ein winziger Sonnenstrahl in ihrem Herzen. Am nächsten Morgen stand sie auf, öffnete das Fenster und ließ die frische Luft herein. Die Welt hatte sich nicht verändert. Ihre Probleme waren noch da. Die offenen Fragen waren noch da. Aber irgendetwas in ihr hatte sich verändert. Sie verstand plötzlich, dass nicht jeder Tag schön sein muss, damit das Leben schön ist. Manchmal reicht ein kleiner Moment. Ein lieber Mensch. Eine warme Umarmung. Ein Lächeln von einem Fremden. Eine Nachricht zur richtigen Zeit. Oder einfach eine Tasse Kaffee, die man ganz in Ruhe trinkt. :coffee: Und manchmal muss man gar nicht stark sein. Man darf müde sein. Man darf weinen. Man darf sagen: „Heute kann ich nicht mehr.“ Denn auch ein Herz, das müde ist, schlägt weiter. Sie begann von diesem Tag an, sich selbst etwas liebevoller zu behandeln. Wenn etwas nicht funktionierte, sagte sie nicht mehr: „Ich bin gescheitert.“ Sie sagte: „Vielleicht war es einfach noch nicht der richtige Weg.“ Wenn ein Mensch ging, sagte sie nicht mehr: „Was stimmt nicht mit mir?“ Sie sagte: „Vielleicht war unsere gemeinsame Strecke einfach zu Ende.“ Und wenn sie Angst vor der Zukunft bekam, erinnerte sie sich daran, dass noch niemand wissen kann, welche schönen Dinge morgen auf ihn warten. Ein paar Wochen später saß sie wieder am Fenster. Diesmal schien die Sonne. Sie lächelte und dachte: „Vielleicht ist Heilung gar nicht der Moment, in dem plötzlich alles gut ist. Vielleicht ist Heilung der Moment, in dem man trotz allem wieder anfängt, an das Gute zu glauben.“ :flower: Und genau da begann ihr neues Kapitel. Nicht perfekt. Nicht ohne Sorgen. Aber mit Hoffnung. Denn manchmal braucht das Leben nur ein kleines Licht, damit wir wieder sehen können, wohin wir gehen. [b] Und wenn du gerade selbst durch eine schwere Zeit gehst, dann vergiss bitte eines nicht:[/b] Du musst heute nicht dein ganzes Leben schaffen. Es reicht, wenn du heute einen kleinen Schritt machst. Morgen kommt von ganz allein. Und vielleicht hält es etwas Schönes für dich bereit, von dem du heute noch gar nichts weißt. :heart: Also richte dein Krönchen, wisch dir die Tränen weg und geh in deinem Tempo weiter. Das schönste Kapitel deines Lebens könnte noch vor dir liegen. [b][SIZE=2][i] :fireworksblue::fireworksblue::fireworksblue::fireworksblue::fireworksblue::fireworksblue::fireworksblue:[/b][/SIZE][/i]
21.08.2026
21:14 Uhr
Wenn deine Seele einmal zutiefst verletzt wurde, braucht es seine Zeit, bis die Wunden langsam heilen. Manche Narben bleiben vielleicht für immer, aber sie erinnern uns daran, wie stark du geworden bist. Wichtig ist, dass du trotz all des Schmerzes nicht verbitterst. Auf unserer Zugreise durch das Leben begegnen uns Menschen, die ähnliche oder vielleicht noch schwerere Schicksale erlebt haben. Wir sind nicht allein. Und wir müssen diese Reise auch nicht allein antreten. Manchmal ist es genau ein Mensch, der zur richtigen Zeit unsere Hand nimmt, uns auffängt, uns zuhört und uns daran erinnert, dass wir weitermachen dürfen. Aber vergiss dabei eines nie: Renne niemals einer Freundschaft hinterher. Wahre Freundschaft sollte keine Einbahnstraße sein. Wenn du immer wieder kämpfen, erklären, nachfragen und um Nähe bitten musst, dann darfst du irgendwann auch lernen loszulassen – selbst wenn es im ersten Moment unglaublich weh tut. Manche Menschen meinen es nicht ehrlich mit dir. Manche bleiben nur so lange, wie es ihnen selbst etwas bringt, und manche gehen, sobald du nicht mehr in ihr Leben passt. Das kann schmerzen, aber manchmal ist genau das Loslassen ein Geschenk. Nicht jeder Mensch, den wir verlieren, ist ein Verlust. Manche Menschen machen Platz für diejenigen, die es ehrlich mit uns meinen. Gott heilt alle Wunden – nicht immer dann, wenn wir es uns wünschen, sondern oft genau in dem Augenblick, in dem unsere Seele bereit dafür ist. Und manchmal geschieht Heilung gerade dann, wenn wir schon fast aufgehört haben, daran zu glauben. Sei liebevoll zu dir selbst. Hab Geduld mit deinem Herzen. Fang an, dich selbst wieder zu lieben und dich so anzunehmen, wie du bist. Du bist wertvoll. Du bist einzigartig. Und du bist ein wundervoller Mensch, der es verdient, ehrlich geliebt, respektiert und von Herzen geschätzt zu werden. Lerne loszulassen, was dir nicht guttut. Halte nicht an Menschen fest, die dich immer wieder verletzen. Lass gehen, was gehen möchte, und vertraue darauf, dass das, was wirklich für dich bestimmt ist, seinen Weg zu dir finden wird. Und vergiss niemals: Auch wenn dein Weg manchmal dunkel erscheint, irgendwo wartet wieder Licht auf dich. Vielleicht sogar in Form eines Menschen, der deine Seele berührt, deine Hand hält und dir zeigt, dass Liebe, Vertrauen und echte Verbundenheit nach all dem Schmerz wieder wunderschön sein können. :balloonsheart: [b]Du musst nicht jedem hinterherlaufen, um geliebt zu werden. Die richtigen Menschen werden bleiben – nicht weil du sie festhältst, sondern weil sie von Herzen bei dir sein möchten. [/b] :sun-2::balloonsheart:
21.08.2026
21:04 Uhr
[quote=Lea_58 | 21.08.2026 09:32] Guten Morgen liebe Nadja, kann man all die Verletzungen irgendwann abschütteln, so dass sie nicht mehr weh tun? LG und danke für deine Geschichte Lea [/quote] Guten Abend liebe Lea.. weißt Du... ja... man kann es... in dem man einfach aus tiefstem Herzen verzeiht und vergibt... das habe ich letztes Jahr gemacht, bevor mein Stiefvater gestorben ist. Liebe Grüße Fühl Dich umarmt 30 Sekunden lang.. dann geht es von :balloonsheart: zu :balloonsheart: :sun-2:
21.08.2026
09:32 Uhr
Guten Morgen liebe Nadja, kann man all die Verletzungen irgendwann abschütteln, so dass sie nicht mehr weh tun? LG und danke für deine Geschichte Lea
20.08.2026
22:05 Uhr
[quote=Kyra63 | 19.08.2026 22:28] Liebe Nadja, ich hatte Tränen in den Augen, als ich deinen Text las. Er macht Mut, dass aus einem kleinen verunsicherten Mädchen eine starke im Leben stehenden liebende Frau werden kann. Er vermittelt eine Zusage, sich selbst lieben zu dürfen, diese Liebe nicht als egoistisch empfinden zu müssen. Danke! [/quote] Liebe Kyra, :balloonsheart: .... ich bin auch sehr dankbar, dass ich so bin jetzt, wie ich bin... :sun-2::balloonsheart:
20.08.2026
22:04 Uhr
[quote=Jaegi59 | 19.08.2026 12:52] ...wie schön, liebe Nadja, danke :smileumarmung: [/quote] :balloonsheart:
19.08.2026
22:28 Uhr
Liebe Nadja, ich hatte Tränen in den Augen, als ich deinen Text las. Er macht Mut, dass aus einem kleinen verunsicherten Mädchen eine starke im Leben stehenden liebende Frau werden kann. Er vermittelt eine Zusage, sich selbst lieben zu dürfen, diese Liebe nicht als egoistisch empfinden zu müssen. Danke!
19.08.2026
12:52 Uhr
...wie schön, liebe Nadja, danke :smileumarmung:
19.08.2026
11:28 Uhr
[b][SIZE=2][i]Meine Traumwelt[/b][/SIZE][/i] Es war einmal ein kleines Mädchen, das sich nichts sehnlicher wünschte, als geliebt zu werden. Sie lernte früh, um Aufmerksamkeit zu bitten. Sie versuchte, lieb zu sein, still zu sein, stark zu sein – einfach alles, was ein Kind tun kann, wenn es glaubt, Liebe müsse man sich verdienen. Zuhause erlebte sie Dinge, die kein Kind erleben sollte. Ihr Stiefvater schlug sie, und trotzdem blieb in ihrem kleinen Herzen diese Hoffnung: Vielleicht werde ich eines Tages genug sein. Vielleicht sieht mich jemand. Vielleicht liebt mich jemand einfach so, wie ich bin. Viele Jahre trug sie diese Sehnsucht mit sich. Doch irgendwann begann etwas in ihr zu wachsen. Aus dem kleinen Mädchen wurde eine Frau. Eine Frau, die gelernt hatte, auf eigenen Beinen zu stehen. Eine Frau, die nicht mehr darum kämpfen wollte, gesehen zu werden. Eine Frau, die langsam verstand, dass ihr Wert niemals davon abhängig war, wie andere sie behandeln. Und dann kam eine Zeit in ihrem Leben, in der vieles gleichzeitig schwer war. Die Selbstständigkeit ihres Mannes, kleine Kinder, Verantwortung, Sorgen und all die Dinge, die das Leben manchmal so laut machen. Mit 36 Jahren traf sie eine Entscheidung. Sie hörte auf zu rauchen. Nicht, weil plötzlich alles leicht war. Sondern vielleicht gerade deshalb, weil sie begriffen hatte, dass ihr Leben kostbar ist. Dass sie nur dieses eine Leben hat. Dass jeder Atemzug ein Geschenk ist. Seitdem schaut sie anders auf ihr Leben. Sie dankt Gott von Herzen – nicht nur für die großen Dinge, sondern auch für die kleinen. Für einen neuen Morgen. Für Menschen, die ihr begegnen. Für ein Lächeln. Für eine Umarmung. Für die Möglichkeit, gesund aufzuwachen und diesen Tag erleben zu dürfen. Sie nennt ihre Welt manchmal ihre Traumwelt. Aber ihre Traumwelt bedeutet nicht, dass alles perfekt ist. Sie bedeutet, dass sie sich entschieden hat, trotz allem an das Schöne zu glauben. Sie möchte nicht mehr ständig auf morgen warten. Sie möchte hier und jetzt leben. Sie möchte lieben, wenn ihr Herz Liebe empfindet. Sie möchte Menschen berühren, ihnen Mut machen und ihnen zeigen, dass auch aus einer verletzten Seele etwas Wunderschönes entstehen kann. Und vor allem möchte sie eines nicht mehr tun: Nein zu ihrer eigenen Liebe sagen. Denn sie hat verstanden, dass Liebe nichts ist, wofür man sich schämen muss. Liebe ist keine Schwäche. Liebe bedeutet, ehrlich zu sein – zu anderen und vor allem zu sich selbst. Manchmal hat sie immer noch Angst. Manchmal kommt das kleine Mädchen von früher zurück und fragt leise: „Bin ich wirklich liebenswert?“ Dann nimmt die Frau, die sie geworden ist, dieses kleine Mädchen gedanklich in ihre Arme und sagt: „Ja. Du warst es immer.“ Und vielleicht ist genau das ihre größte Reise: Nicht mehr darum zu kämpfen, geliebt zu werden. Sondern zu erkennen, dass sie Liebe in sich trägt – und sie weitergeben darf. Jeden einzelnen Tag. Als Geschenk. Als Chance. Als kleines Wunder. Und wenn sie heute morgens die Augen öffnet, möchte sie nicht mehr denken: „Was muss ich heute schaffen?“ Sondern: „Danke Gott, dass ich heute wieder leben, lieben und fühlen darf.“ Das ist ihre Traumwelt. Und vielleicht ist sie gar keine Traumwelt. Vielleicht ist sie einfach die Welt, für die sie sich nach all den Jahren endlich selbst entschieden hat. :sun-2: :balloonsheart:
17.08.2026
13:02 Uhr
bearbeitet:
17.08.2026
13:07 Uhr
Hallo ihr Lieben! Seit dem 01.01.2016 bin ich rauchfrei. 3.882 Tagen!!! Das sind genau genommen 10 Jahre, 7 Monate und 17 Tage.– und wenn ich einmal ausrechne, wie viel Zeit mir das geschenkt hat, wird mir erst richtig bewusst, was Rauchfreiheit bedeutet. Bei 20 Zigaretten am Tag und etwa 5 Minuten pro Zigarette habe ich mir in dieser Zeit rund 269 Tage Lebenszeit zurückgewonnen. 269 Tage, die ich nicht mit Rauchen verbracht habe, sondern mit Leben. Und ich kann von Herzen sagen: Ich bin eine sehr glückliche Nichtraucherin. Seit einem halben Jahr darf ich nun als Lotsin im Portal tätig sein. Und obwohl diese Zeit im Vergleich zu meinen inzwischen fast elf Jahren Rauchfreiheit noch kurz ist, hat sie für mich eine ganz besondere Bedeutung bekommen. In diesen sechs Monaten durfte ich viele Menschen und viele unterschiedliche Situationen erleben. Es gab Begegnungen, die mich berührt haben, Momente, die mich zum Nachdenken gebracht haben, und vor allem immer wieder Augenblicke, in denen ich dachte: Jetzt war ich genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Manchmal braucht es vielleicht gar nicht viel. Ein offenes Ohr. Ein paar ehrliche Worte. Eine kleine Ermutigung. Oder einfach jemanden, der sagt: „Ich glaube daran, dass du das schaffen kannst.“ Mein Motto begleitet mich dabei von Anfang an: Wenn nur eine einzige Seele durch mein Amt dem Nikotin-Teufel den Rücken kehrt, dann hat sich jede einzelne Sekunde gelohnt, die ich in diese Aufgabe investiert habe. Denn ich weiß selbst, wie wertvoll es ist, den Nikotin-Teufel hinter sich zu lassen. Ich weiß, wie befreiend es ist, irgendwann sagen zu können: Ich bin frei. Ich brauche keine Zigarette mehr. Und genau dieses Gefühl möchte ich weitergeben. Ich möchte niemanden belehren oder unter Druck setzen. Ich möchte zuhören, Mut machen, auffangen und vielleicht genau den kleinen Impuls geben, den jemand in diesem Moment braucht. Wenn ich nach diesen sechs Monaten als Lotsin eines gelernt habe, dann ist es dieses: Manchmal wissen wir gar nicht, welche Bedeutung unsere Worte für einen anderen Menschen haben können. Vielleicht war eine Nachricht von mir für jemanden nur ein kleiner Moment im Alltag. Vielleicht war sie aber auch genau der Moment, in dem jemand beschlossen hat, es noch einmal zu versuchen. Und wenn auch nur eine einzige Seele durch meine Zeit, meine Worte oder meine Begleitung dem Nikotin den Rücken gekehrt hat, dann weiß ich: Jede Sekunde war es wert. Eure Nadja :sun-2: :balloonsheart:
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