23.12.2025 06:44

Nadja´s "Traumwelt"

262
262Beiträge
09.10.2026
10:48 Uhr
[quote=Bartman | 09.10.2026 09:41] Viel Kraft für die nächsten Tage und Wochen! [SIZE=4]:smileumarmung::balloonsheart:[/SIZE] [/quote] Daaaaaaaaaaaaanke :heart:
09.10.2026
10:48 Uhr
[quote=rauchfrei_lotse_paul | 09.10.2026 09:36] Liebe Nadja, Ich habe von deinem Trauerfall gelesen. Ich wünsch Die viel Kraft in dieser Zeit, mögest Du Trost finden in den Erinnerungen und mögest du ein friedvolle Zeit haben, zum Abschied nehmen. LG Paul [/quote] Daaaaaaaaaaaaanke :heart:
09.10.2026
09:41 Uhr
Viel Kraft für die nächsten Tage und Wochen! [SIZE=4]:smileumarmung::balloonsheart:[/SIZE]
09.10.2026
09:36 Uhr
Liebe Nadja, Ich habe von deinem Trauerfall gelesen. Ich wünsch Die viel Kraft in dieser Zeit, mögest Du Trost finden in den Erinnerungen und mögest du ein friedvolle Zeit haben, zum Abschied nehmen. LG Paul
28.09.2026
19:03 Uhr
[b][SIZE=2][i]Viele Begegnungen, die prägen …[/b][/SIZE][/i] Manchmal kann ich selbst kaum glauben, welche Begegnungen Gott uns mitten in unserem ganz normalen Alltag schenkt. Begegnungen, die vielleicht nur wenige Minuten dauern – und doch etwas in unserem Herzen hinterlassen. Vor kurzem war ich unterwegs, um eine ältere Dame zu besuchen, die sichtlich abbaut und sich langsam ihrem letzten Weg nähert. Bevor ich losfuhr, betete ich: „Herr, zeig mir, was ich heute für Dich tun kann.“ Als ich das Haus verlassen wollte, sah ich auf den Stufen ein Rauchfrei-Päckchen liegen. Ich habe oft zwei davon zu Hause und gebe sie weiter, wenn ich spüre, dass der richtige Ort und der richtige Zeitpunkt gekommen sind. An diesem Tag führte mich mein Weg nach Bad Kreuznach. Nach meinem Besuch war ich allerdings alles andere als friedlich. Eine Nonne hatte in meinen Augen einen sehr strengen und unfreundlichen Ton angeschlagen, und ich hatte mich darüber so sehr geärgert, dass ich leider selbst in den Wald hineinrief, wie man hineingerufen hatte. Ich ermahnte sie in meinem Ärger, wie man in einem christlichen Unternehmen miteinander sprechen sollte. Erst später wurde mir bewusst, dass auch mein eigener Ton nicht so war, wie Jesus es sich von mir wünscht. Ein Mann, der im Aufenthaltsraum saß, hatte meine Aufregung mitbekommen. Als ich schließlich gehen wollte, blieb ich noch einmal stehen und entschuldigte mich bei den anderen Pflegern für meinen Ton. Dann stieg ich in den Aufzug. Und genau in diesem Moment stieg auch dieser Mann ein. Er holte seine Zigaretten heraus. Und plötzlich war da dieser leise Gedanke in meinem Herzen – wie ein Flüstern des Heiligen Geistes: „Er ist es.“ Ich begrüßte ihn freundlich und fragte ihn, ob er nicht einmal versuchen möchte, mit dem Rauchen aufzuhören. Er erzählte mir, dass er es schon mehrmals versucht hatte. Sogar eine andere Zigarettensorte hatte er ausprobiert – eine, die noch giftiger aussah –, in der Hoffnung, dass sie ihm nicht schmecken würde. Er überlegte einen Moment. Dann sagte er, dass er das Rauchfrei-Päckchen gerne annehmen möchte. Es war Dienstag. Ein kleiner Moment. Ein kurzes Gespräch. Eine Begegnung, die vielleicht ganz zufällig aussah. Aber ich glaube nicht, dass bei Gott etwas zufällig ist. Am Samstag sah ich ihn plötzlich wieder. Wie durch einen weiteren Zufall – oder vielleicht doch durch Gottes Führung – begegneten wir uns erneut am Aufzug. Ich wollte gerade aussteigen, während er einsteigen wollte. Diesmal war sein Blick traurig. Er erzählte mir, dass die Ärzte nicht herausfinden konnten, was mit ihm los sei. Ich berührte vorsichtig seinen tauben, schwachen Arm und sagte zu ihm: „Die Ärzte können Ihnen vielleicht nicht helfen …“ Dabei schaute ich nach oben zum Himmel. Er sah ebenfalls nach oben und sagte: „Ja … nur Er allein kann.“ Und genau da wusste ich wieder: Gott war da. Nicht laut. Nicht spektakulär. Sondern ganz leise. In einem Aufzug. In einem kurzen Gespräch. In einem Menschen, der vielleicht selbst nicht mehr wusste, wohin sein Weg führt. Und vielleicht war genau deshalb mein Gebet an diesem Morgen so wichtig: „Herr, zeig mir, was ich heute für Dich tun kann.“ Denn manchmal beantwortet Gott unsere Gebete nicht mit großen Wundern, die wir sofort erkennen. Manchmal schickt Er uns einfach zu einem Menschen. Manchmal legt Er uns einen Gedanken ins Herz. Manchmal lässt Er uns ein kleines Päckchen auf einer Treppenstufe entdecken. Und manchmal führt Er uns genau dorthin, wo jemand gerade ein wenig Hoffnung braucht. Ich weiß nicht, was aus diesem Mann werden wird. Ich weiß nicht, welchen Weg Gott mit ihm noch gehen wird. Vielleicht sind es genau diese kleinen Begegnungen, die uns irgendwann erkennen lassen, dass Gott uns jeden einzelnen Tag gebrauchen möchte. Herr, öffne [b]unsere Augen [/b]für die Menschen, die Du uns über den Weg schickst. Öffne [b]unsere Ohren[/b] für Deine leise Stimme. Und [b]schenke uns den Mut,[/b] zu handeln, wenn [b]Du[/b] uns ins Herz [b]legst[/b]: „Er ist es.“ Denn viele Begegnungen dauern nur wenige Minuten. Aber manche Begegnungen prägen ein ganzes Herz. :balloonsheart:
17.09.2026
18:42 Uhr
[quote=rauchfrei_lotsin_nadja] ?! [/quote] Sorry falsche App
17.09.2026
18:26 Uhr
[quote=derjanni | 17.09.2026 17:23] 2,35€ [/quote] ?!
17.09.2026
17:55 Uhr
[quote=rauchfrei_lotsin_nadja | 17.09.2026 11:41] [SIZE=2][b][i]Es gibt keine Zufälle[/SIZE][/b][/i] Manchmal begegnen uns Menschen, und wir wissen zunächst nicht, warum. Wir begleiten sie ein Stück auf ihrem Weg, schenken ihnen Zeit, ein offenes Ohr und ein wenig Nähe. Und manchmal erkennen wir erst später, dass diese Begegnung viel tiefer ging, als wir es in diesem Moment verstehen konnten. Ich denke oft an eine Dame zurück, die ich im vergangenen Jahr im Hospiz begleiten durfte. Sie war nicht gläubig. Ihre beiden Schwestern hingegen waren tief im Glauben verwurzelt. Auch ihre Mutter war ein sehr gläubiger Mensch gewesen. Und genau darin lag für diese Dame eine tiefe, schmerzliche Erinnerung: Sie hatte ihre Mutter auf ihrem letzten Weg nicht begleiten können und machte sich deshalb selbst Vorwürfe. Vielleicht trug sie diesen Schmerz schon lange in sich. Vielleicht war es auch ein Grund, warum sie sich so schwer öffnen konnte. Zwischen den Schwestern war vieles schwierig geworden, und sie hatten ihre Schwester wochenlang nicht besucht. Auch dem Personal gegenüber konnte die Dame kaum Vertrauen fassen. Sie zog sich zurück und ließ nur wenige Menschen wirklich an sich heran. Doch irgendwie fand ich einen Zugang zu ihr. Es entstand Vertrauen. Sie erzählte mir Dinge, ließ Nähe zu und öffnete sich auf eine Weise, die mich selbst tief berührte. Ich hatte das Gefühl, dass unsere Begegnung nicht ohne Grund geschehen war. An einem Tag sprach ich mit ihr über eine Bibel. Ich sagte zu ihr, dass ich ihr gerne eine schenken würde. Sie müsse nichts glauben und auch nichts Bestimmtes darin suchen. Sie könne einfach darin lesen, wenn ihr danach wäre. Und dann geschah etwas, das ich bis heute nicht vergessen kann. Noch am selben Tag kamen plötzlich ihre beiden Schwestern ins Hospiz. Wochenlang waren sie nicht da gewesen. Und nun standen sie auf einmal vor ihrer Tür. Für uns alle war es eine große Überraschung. Ihre Schwestern waren glücklich und tief berührt darüber, wie sich ihre Schwester verändert hatte. Sie erlebten sie offener, zugänglicher und bereit, wieder miteinander in Kontakt zu treten. Und dann sagten sie zu mir: „Können Sie noch ein bisschen mit ihr reden?“ Diesen Satz habe ich nie vergessen. Die Dame wollte keine Antibiotika und möglichst keine Medikamente. Trotz ihrer Krebserkrankung wollte sie ihren Weg auf ihre Weise gehen und pflanzlich versorgt werden. Ich versuchte, ihre Wünsche zu respektieren und sie dort abzuholen, wo sie stand. Ich betete immer für sie. Und ich ließ ihr ein Kreuz da. Im Mai des vergangenen Jahres ist sie verstorben. Ich konnte leider nicht bei ihr sein, weil ich zu dieser Zeit im Urlaub war. Das hat mich sehr traurig gemacht. Denn obwohl ich wusste, dass ich sie begleiten durfte und für sie da gewesen war, blieb in mir der Gedanke: Ich war nicht da, als sie gegangen ist. Vielleicht berührte mich deshalb auch ihre Geschichte über ihre eigene Mutter so sehr. Sie selbst hatte ihre Mutter, die stark gläubig gewesen war, auf ihrem letzten Weg nicht begleiten können und hatte sich deswegen Vorwürfe gemacht. Vielleicht konnte ich damals noch nicht verstehen, warum mir gerade diese Geschichte erzählt wurde. Vielleicht sollte ich erst später verstehen, dass manche Dinge im Leben einen Kreis schließen. Nach dieser Begleitung durfte ich eine andere Frau kennenlernen. Sie hatte eine Demenzerkrankung, und ich wusste zunächst kaum etwas über ihr Leben. Auch sie durfte ihren letzten Weg gehen und wurde kurz vor ihrem Tod noch einmal aus dem Hospiz entlassen. Gestern war ihre Beerdigung im Friedwald in Dudenhofen. Ich ging dorthin, um Abschied zu nehmen. Und dann konnte ich meinen Augen kaum glauben. Beide Frauen hatten sich dort einen Baum ausgesucht. Und zwischen ihren beiden Bäumen lagen nur 29 Baumnummern. 29 Plätze. Nicht weit voneinander entfernt. Plötzlich konnte ich die Frau vom vergangenen Jahr wieder besuchen. Ich konnte an ihrem Baum stehen. Ich konnte zu ihr gehen und Abschied nehmen. Und in diesem Augenblick hatte ich ein ganz besonderes Gefühl. Es fühlte sich für mich an wie ein Wink vom Himmel. Als würde mir jemand sagen: „Du bist doch noch einmal bei ihr. Du konntest damals nicht bei ihr sein, als sie starb. Aber jetzt bist du hier.“ Vielleicht durfte ich genau dort etwas nachholen. Vielleicht durfte ich ihr sagen, was ich damals nicht mehr sagen konnte. Vielleicht durfte ich einfach nur bei ihr stehen. Und vielleicht war auch das kein Zufall. Bei der Beerdigung der anderen Dame wurde dann aus ihrem Leben erzählt. Ich erfuhr, dass sie Krankenschwester gewesen war. Sie hatte sich sehr für andere Menschen eingesetzt und war auch im Presbyterium und im kirchlichen Bereich engagiert gewesen. Und wieder war ich tief berührt. Denn plötzlich begegneten mir erneut die Themen Pflege, Fürsorge, Glaube und das Dasein für andere Menschen. Genau diese Dinge hatten auch die Geschichte der ersten Dame begleitet. Zwei Frauen, die ich auf unterschiedliche Weise kennenlernen durfte. Zwei Lebenswege. Zwei Bäume im Friedwald. Und nur 29 Baumnummern zwischen ihnen. Für andere mögen es einfach Zahlen sein. Für mich war es in diesem Moment mehr. Es war ein leiser Wink vom Himmel. Eine Erinnerung daran, dass wir nicht immer verstehen müssen, warum bestimmte Menschen in unser Leben treten. Manchmal dürfen wir einfach vertrauen. Vielleicht sind manche Begegnungen dafür bestimmt, etwas in uns zu bewegen. Vielleicht sind manche Menschen nur für eine kurze Zeit bei uns – und hinterlassen trotzdem etwas, das für immer bleibt. Ein Gespräch. Ein Blick. Ein Gebet. Ein Kreuz. Ein Stück Vertrauen. Und manchmal schließt sich eine Geschichte erst lange nachdem wir glauben, dass sie zu Ende ist. Ich konnte im vergangenen Jahr nicht bei der ersten Dame sein, als sie starb. Aber gestern stand ich an ihrem Baum. Ich konnte Abschied nehmen. Und vielleicht war genau das die Antwort auf etwas, das lange in meinem Herzen geblieben war. Manchmal schickt der Himmel keine großen Zeichen. Manchmal sind es nur zwei Bäume, die nicht weit voneinander entfernt stehen. Manchmal sind es 29 Baumnummern. Und manchmal ist es einfach dieses ganz stille Gefühl im Herzen, das sagt: „Schau hin. Es ist kein Zufall.“ Ich bin dankbar, dass ich diese Menschen begleiten durfte. Dankbar für das Vertrauen, das mir geschenkt wurde. Dankbar für die Gespräche, die bleiben. Dankbar für jedes Gebet. Und dankbar für diesen besonderen Moment im Friedwald, der mir gezeigt hat: Kein liebevoller Weg ist umsonst. Und vielleicht gibt es tatsächlich keine Zufälle. Vielleicht gibt es Begegnungen, die unser Herz längst verstanden hat, bevor unser Verstand sie begreifen kann. [b][i][SIZE=2]Es gibt keine Zufälle.[/b][/i][/SIZE] [/quote] [SIZE=3]:balloonsheart::smileumarmung:[/SIZE]
17.09.2026
17:23 Uhr
2,35€
17.09.2026
11:41 Uhr
[SIZE=2][b][i]Es gibt keine Zufälle[/SIZE][/b][/i] Manchmal begegnen uns Menschen, und wir wissen zunächst nicht, warum. Wir begleiten sie ein Stück auf ihrem Weg, schenken ihnen Zeit, ein offenes Ohr und ein wenig Nähe. Und manchmal erkennen wir erst später, dass diese Begegnung viel tiefer ging, als wir es in diesem Moment verstehen konnten. Ich denke oft an eine Dame zurück, die ich im vergangenen Jahr im Hospiz begleiten durfte. Sie war nicht gläubig. Ihre beiden Schwestern hingegen waren tief im Glauben verwurzelt. Auch ihre Mutter war ein sehr gläubiger Mensch gewesen. Und genau darin lag für diese Dame eine tiefe, schmerzliche Erinnerung: Sie hatte ihre Mutter auf ihrem letzten Weg nicht begleiten können und machte sich deshalb selbst Vorwürfe. Vielleicht trug sie diesen Schmerz schon lange in sich. Vielleicht war es auch ein Grund, warum sie sich so schwer öffnen konnte. Zwischen den Schwestern war vieles schwierig geworden, und sie hatten ihre Schwester wochenlang nicht besucht. Auch dem Personal gegenüber konnte die Dame kaum Vertrauen fassen. Sie zog sich zurück und ließ nur wenige Menschen wirklich an sich heran. Doch irgendwie fand ich einen Zugang zu ihr. Es entstand Vertrauen. Sie erzählte mir Dinge, ließ Nähe zu und öffnete sich auf eine Weise, die mich selbst tief berührte. Ich hatte das Gefühl, dass unsere Begegnung nicht ohne Grund geschehen war. An einem Tag sprach ich mit ihr über eine Bibel. Ich sagte zu ihr, dass ich ihr gerne eine schenken würde. Sie müsse nichts glauben und auch nichts Bestimmtes darin suchen. Sie könne einfach darin lesen, wenn ihr danach wäre. Und dann geschah etwas, das ich bis heute nicht vergessen kann. Noch am selben Tag kamen plötzlich ihre beiden Schwestern ins Hospiz. Wochenlang waren sie nicht da gewesen. Und nun standen sie auf einmal vor ihrer Tür. Für uns alle war es eine große Überraschung. Ihre Schwestern waren glücklich und tief berührt darüber, wie sich ihre Schwester verändert hatte. Sie erlebten sie offener, zugänglicher und bereit, wieder miteinander in Kontakt zu treten. Und dann sagten sie zu mir: „Können Sie noch ein bisschen mit ihr reden?“ Diesen Satz habe ich nie vergessen. Die Dame wollte keine Antibiotika und möglichst keine Medikamente. Trotz ihrer Krebserkrankung wollte sie ihren Weg auf ihre Weise gehen und pflanzlich versorgt werden. Ich versuchte, ihre Wünsche zu respektieren und sie dort abzuholen, wo sie stand. Ich betete immer für sie. Und ich ließ ihr ein Kreuz da. Im Mai des vergangenen Jahres ist sie verstorben. Ich konnte leider nicht bei ihr sein, weil ich zu dieser Zeit im Urlaub war. Das hat mich sehr traurig gemacht. Denn obwohl ich wusste, dass ich sie begleiten durfte und für sie da gewesen war, blieb in mir der Gedanke: Ich war nicht da, als sie gegangen ist. Vielleicht berührte mich deshalb auch ihre Geschichte über ihre eigene Mutter so sehr. Sie selbst hatte ihre Mutter, die stark gläubig gewesen war, auf ihrem letzten Weg nicht begleiten können und hatte sich deswegen Vorwürfe gemacht. Vielleicht konnte ich damals noch nicht verstehen, warum mir gerade diese Geschichte erzählt wurde. Vielleicht sollte ich erst später verstehen, dass manche Dinge im Leben einen Kreis schließen. Nach dieser Begleitung durfte ich eine andere Frau kennenlernen. Sie hatte eine Demenzerkrankung, und ich wusste zunächst kaum etwas über ihr Leben. Auch sie durfte ihren letzten Weg gehen und wurde kurz vor ihrem Tod noch einmal aus dem Hospiz entlassen. Gestern war ihre Beerdigung im Friedwald in Dudenhofen. Ich ging dorthin, um Abschied zu nehmen. Und dann konnte ich meinen Augen kaum glauben. Beide Frauen hatten sich dort einen Baum ausgesucht. Und zwischen ihren beiden Bäumen lagen nur 29 Baumnummern. 29 Plätze. Nicht weit voneinander entfernt. Plötzlich konnte ich die Frau vom vergangenen Jahr wieder besuchen. Ich konnte an ihrem Baum stehen. Ich konnte zu ihr gehen und Abschied nehmen. Und in diesem Augenblick hatte ich ein ganz besonderes Gefühl. Es fühlte sich für mich an wie ein Wink vom Himmel. Als würde mir jemand sagen: „Du bist doch noch einmal bei ihr. Du konntest damals nicht bei ihr sein, als sie starb. Aber jetzt bist du hier.“ Vielleicht durfte ich genau dort etwas nachholen. Vielleicht durfte ich ihr sagen, was ich damals nicht mehr sagen konnte. Vielleicht durfte ich einfach nur bei ihr stehen. Und vielleicht war auch das kein Zufall. Bei der Beerdigung der anderen Dame wurde dann aus ihrem Leben erzählt. Ich erfuhr, dass sie Krankenschwester gewesen war. Sie hatte sich sehr für andere Menschen eingesetzt und war auch im Presbyterium und im kirchlichen Bereich engagiert gewesen. Und wieder war ich tief berührt. Denn plötzlich begegneten mir erneut die Themen Pflege, Fürsorge, Glaube und das Dasein für andere Menschen. Genau diese Dinge hatten auch die Geschichte der ersten Dame begleitet. Zwei Frauen, die ich auf unterschiedliche Weise kennenlernen durfte. Zwei Lebenswege. Zwei Bäume im Friedwald. Und nur 29 Baumnummern zwischen ihnen. Für andere mögen es einfach Zahlen sein. Für mich war es in diesem Moment mehr. Es war ein leiser Wink vom Himmel. Eine Erinnerung daran, dass wir nicht immer verstehen müssen, warum bestimmte Menschen in unser Leben treten. Manchmal dürfen wir einfach vertrauen. Vielleicht sind manche Begegnungen dafür bestimmt, etwas in uns zu bewegen. Vielleicht sind manche Menschen nur für eine kurze Zeit bei uns – und hinterlassen trotzdem etwas, das für immer bleibt. Ein Gespräch. Ein Blick. Ein Gebet. Ein Kreuz. Ein Stück Vertrauen. Und manchmal schließt sich eine Geschichte erst lange nachdem wir glauben, dass sie zu Ende ist. Ich konnte im vergangenen Jahr nicht bei der ersten Dame sein, als sie starb. Aber gestern stand ich an ihrem Baum. Ich konnte Abschied nehmen. Und vielleicht war genau das die Antwort auf etwas, das lange in meinem Herzen geblieben war. Manchmal schickt der Himmel keine großen Zeichen. Manchmal sind es nur zwei Bäume, die nicht weit voneinander entfernt stehen. Manchmal sind es 29 Baumnummern. Und manchmal ist es einfach dieses ganz stille Gefühl im Herzen, das sagt: „Schau hin. Es ist kein Zufall.“ Ich bin dankbar, dass ich diese Menschen begleiten durfte. Dankbar für das Vertrauen, das mir geschenkt wurde. Dankbar für die Gespräche, die bleiben. Dankbar für jedes Gebet. Und dankbar für diesen besonderen Moment im Friedwald, der mir gezeigt hat: Kein liebevoller Weg ist umsonst. Und vielleicht gibt es tatsächlich keine Zufälle. Vielleicht gibt es Begegnungen, die unser Herz längst verstanden hat, bevor unser Verstand sie begreifen kann. [b][i][SIZE=2]Es gibt keine Zufälle.[/b][/i][/SIZE]
17.09.2026
11:19 Uhr
Liebe Martina, ein :balloonsheart:-liches Dankeschön für deine liebevollen Zeilen :heart::tanzendepinguin
16.09.2026
12:30 Uhr
Liebe Nadja,du bist eine großartige Stütze für viele Menschen und hast ein großes Herz. Beim Lesen habe ich mich allerdings gefragt,wer nährt eigentlich dich? Woher nimmst du die Kraft, immer wieder für andere da zu sein? Ich glaube, dein Glaube und dein Vertrauen in Gott geben dir dabei sehr viel. Sie helfen dir, hinter vielem einen Sinn zu sehen und auch in schwierigen Situationen etwas zu finden, woran du dich halten kannst. Gleichzeitig habe ich beim Lesen den Eindruck, dass du deine eigenen Sorgen und Probleme sehr schnell wieder kleiner machst, als wären sie nicht so wichtig, weil es immer Menschen gibt, denen es noch viel schlechter geht. Und da erkenne ich mich ein Stück weit wieder. Letztendlich versuche auch ich immer wieder, mein Gedankenkarussell in den Griff zu bekommen. Es gibt eben viele Dinge, auf die ich keinen Einfluss habe, die ich nicht ändern kann und die ich manchmal kaum aushalte gerade weil es um Menschen geht, die mir sehr nahe stehen. Auch ich versuche mich dann mit Gedanken zu trösten wie „Es wird für etwas gut sein“, „Vielleicht hat das alles einen Sinn“ oder „Ich muss darauf vertrauen, dass sich ein Weg findet“. Das ist für mich vielleicht ein bisschen vergleichbar mit dem, was dir dein Glaube gibt. Vielleicht ist es genau das, was uns hilft, Dinge auszuhalten, die wir nicht verändern können. Aber ich glaube auch, dass unsere eigenen Sorgen deshalb nicht weniger wichtig oder weniger berechtigt sind. Wir dürfen sie ernst nehmen, auch wenn es anderen Menschen gerade noch viel schlechter geht. Ich schicke dir eine stützen Hand in deinem Rücken, pass gut auf dich auf. Liebe Grüße Martina PS, ich wusste nicht wie man eine solche Nachricht privat schreiben kann,hoffe ich trete dir nicht zu nahe...
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