Hi Tanja,
soweit ich das verstanden habe, docken die Stoffe, die durch das Nikotin im Körper entstehen, direkt an den Rezeptoren im Gehirn an und sorgen für das uns allen Bekannte "Glücksgefühl". Fällt nun durch den Rauchstopp die Nikotinzufuhr weg, werden diese Glückshormone erst einmal nicht mehr ausgeschüttet. Das kann zu Mißempfindungen der unterschiedlichsten Art führen. Was du beschreibst, passt direkt in dieses Cluster der "emotionalen Achterbahn". Leider.
Aus eigenem Erleben kann ich deinen Zustand sehr gut nachempfinden. Hilft dir nur nicht wirklich, ich weiß. Letztendlich wird deine Sturheit und deine Leidensfähigkeit gefordert sein...du hast ein Ziel...lasse es bitte nicht aus den Augen! Wenn du dir diese über 3 Wochen anschaust, wirst du auch den einen oder anderen Vorteil für dich durch den Rauchstopp wahrgenommen haben.
Du kennst die Gründe dafür, weshalb du vor mehr als 3 Wochen die letzte, die allerletzte Zigarette geraucht hast. Es war noch nie so leicht, gerade jetzt weiterzumachen. Auch wenn du dich derzeit eher traurig fühlst: Es liegen noch so viele glückliche Zeiten vor dir, von denen du jetzt noch gar keine Ahnung hast. Sich von einem langjährigen "Freund", von einem "Wegbegleiter", von einem "Seelentröster in allen Lebenslagen" zu verabschieden, macht auch eine gewisse Traurigkeit. Aber es beinhaltet auch die Chance zu einem Neuanfang, in einem glücklicheren Leben ohne Zigaretten.
Ich wünsche dir von Herzen viel Glück & viel Kraft
dein
Meikel