18.08.2016
21:12 Uhrbearbeitet:
18.08.2016
21:25 Uhr
Hallo ihr Lieben Mitstreiter,
nun, da bin ich wieder, altes Thema, neue Situation.
Ich weiß nicht ob es für mich ratsamer wäre einen neuen Thread zu beginnen weil ich natürlich von niemandem erwarten kann meine komplette "Vor"geschichte zu lesen.
Jetzt probiere ich es jedenfalls wieder mit einer Anknüpfung an die einstige Leidensepisode, in der ihr mir so wacker mit Wort und Rat zur Seite standet. Ich bin heute noch unglaublich dankbar dafür, dass ihr mich damals durch die schwere Zeit begleitet und es meinem nun schon inzwischen zwei Jahre altem Schatz ermöglicht habt im Bauch einer Nichtraucherin zu gedeihen.....
Es würde den Rahmen sprengen und euch vermutlich dazu bringen meinen Post vorzeitig zu verlassen, wenn ich jetzt nochmal komplett ausholen würde. Deswegen versuche ich möglichst knapp das zu rekonstruieren was mich wieder zum Rauchen gebracht hat.....
Ich wurde krank, sehr krank, Diagnose: Bipolare Störung, Heilungschance: keine
So landete ich aufgrund einer psychotischen Manie in der Klinik wo ich im Rausch der Gottesverbundenheit die Zigarette anzündete und zur Friedenspfeife erklärte. Klingt seltsam und war/ist es auch.
Kurzum, der Stinkstengel brannte und ich fand es auch noch furchtbar toll, rauchte bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Mit Kippe in der Klappe genoss ich meinen Kaffee, zeichnete Bilder, unterhielt mich mit anderen psychisch Kranken usw...... irgendwann sank jedoch mein Dopaminspiegel wieder auf sein normales Niveau herab und ich konnte klar denken, fühlte mich wieder lebensfähig, auch außerhalb der Mauern der Psychiatrie.
Doch eines ward geblieben.....
Ich bin ziemlich verzweifelt. Hänge in einer tiefen Depression fest und das einzige was ich noch meine genießen zu können ist dieses Mistdings, das ich niemlas, wirklich NIEMALS in meinem Leben hätte anfassen dürfen.
Inzwischen leiden meine Zähne, meine Haut und mein kompletter Körper darunter. Ich hasse mich so sehr dafür dass ich das Rauchen einfach nicht lassen kann.... ich weiß nicht wann der richtige Zeitpunkt da ist, nicht wie ich den Suchtdruck ertragen soll.... aber ich will auch nichtmehr (ich rauchen nur draußen) dass mein Sohn mich rauchen sieht und den Rauch den ich hinauspuste irgendwie abbekommt.
Noch dazu habe ich das Gefühl ich verfalle schleichend....
Oh man, schon wieder viel zu viel geschrieben, sorry..... ich hoffe es gibt jemanden der mir Tipps geben kann, die mir wirklich was bringen könnten. Sport hat nicht funktioniert, die Zigarette nach dem Joggen knallt so "schön", Entspannungsübungen machen mich noch wuseliger, E-Zigaretten traue ich nicht und Nikotinersatzprodukte halfen auch nicht (hab allerdiens bisher nur die Kaugummis und die Lutschpastillen ausprobiert....)
Danke schonmal für a) eure Muße bis hierher zu lesen und b) wenn ihr euch trauen solltet zu antworten.
Grüßle,
Tinka