[quote="asti81"]
Wenn ich the special one so lese, erkenne ich mich wieder. Das liegt so zehn Jahre zurück. Meine Arroganz hat mir das Genick gebrochen und du solltest aufpassen, dass sie dir deines nicht ebenso bricht.
Was ich in der ganzen Zeit, egal ob mit dem Rauchen, privat, beruflich, durch Kinder oder andere Menschen gelernt habe, ist nie auf einen Standpunkt, den man im Augenblick vertritt, zu beharren. Jeder kennt den Spruch "sag niemals nie"...
Ich habe damals für mein Alter (also mit ca 23/ 24) ziemlich viel geraucht, so alle halbe Stunde eine. So lange, bis ich es gesundheitlich richtig gespürt hab. Dann hab ich aufgehört, für mich ein riesen Act, aber dennoch nicht so tragisch wie ich nachblickend meine. Damals dachte ich, wenn ich das schaffe, ich Riesenjunky, dann schafft das jeder und wenn nicht, dann WILL er nicht. Nun auf der einen Seite mag das zu einem bestimmten Teil auch stimmen, auf der anderen spielen die Umstände eine große Rolle. Man ändert sich auch charakterlich mit den Jahren und das ich WILL ist nicht mehr der einzige ausschlaggebende Faktor. Damals hatte ich keine Kinder, wenn ich also extrem angespannt war, bin ich raus, joggen, in die Stadt, zu ner Freundin... Heute hab ich zwei wundervolle Kinder. Soll ich sie sitzen lassen? Anschreien... Ich weiß immer, wie ich es besser machen könnte, aber es ist nicht so einfach das umzusetzen. Wäre es so, dann hätte kein Mensch auf der Welt Probleme, weil er immer alles richtig machen würde.
Und zum Thema, so besoffen kann ich gar nicht sein... Nun das dachte ich auch mal. Wie gesagt, meine Arroganz, das mir nichts passieren kann, war grenzenlos. Und nun sitz ich hier und diesmal muss ich richtig kämpfen. Meine 9 Jahre rauchfrei sind mir allgegenwärtig, wenn mich das Verlangen packt und ich hab dauernd ein schlechtes Gewissen. Auf der anderen Seite kann ich auf keinen rauchfreien Tag stolz sein, weil es bisher Normalzustand war und sich teils auch noch so anfühlt, also nix besonderes ... Das Rauchen wäre hierbei was besonderes, das ich aber nach spätestens drei Tagen hintereinander gesundheitlich spüre und wieder verfluche. Verdammt nochmal ich WILL auch, aber leider hab ich den Rückfall mit extrem vielen positiven Emotionen besetzt und diese zu brechen gelingt mir im Moment sehr schlecht. Dieses einfache Nachgeben und sich fallen lassen, in dem was man gerade möchte, sich sonst im Alltag nicht zugesteht... Dieses Gefühl ist gerade zu mächtig für mich. Und so hat jeder mit seinem ICH WILL zu kämpfen. Aber keiner hier kennt die persönliche Geschichte des anderen und sich ein Urteil darüber anzumaßen zeugt von noch größerer Arroganz und Unwissenheit, wie ich sie an den Tag legte und vielleicht immer noch lege.
Dass du den Absprung geschafft hast, zeigt,dass du stark bist. Das bin bzw war ich auch. Aber vorher über seine Worte nachzudenken ist auch eine Fähigkeit im Leben, die einen weiterbringt, gepaart mit einer gehörigen Portion Empathie!!!
Also, da du nicht in die Zukunft blicken kannst, um vorherzusehen, wie es dir ergehen wird, Ball flach halten und abwarten.
LG Astrid
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hallo,
dein posting gefällt mir.
eine Sache - es hat weniger bzw nichts mit Arroganz zu tun, eher mit der positiven Fokussierung es zu schaffen und auch mal hart (zu sich) zu sein wenn es mal richtig schwer wird. das gehört dazu. ohne massive Selbstdisziplin wird es nicht funktionieren.
ich weiß doch selbst das der berg noch sehr steil wird und auch IST, jedoch versuche ich schon im Vorfeld alles erdenkliche zu tun - mit positiven Glaubenssätzen.
in diesem sinne.
zidane